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Aichach

05.08.2020

Grüne fordern Tempo 30 in Aichacher Wohngebieten

Geht es nach den Grünen, soll in Aichach in allen Wohngebieten Tempo 30 eingeführt werden.
Bild: Ralf Lienert (Symbolbild)

Die Aichacher Grünen möchten in allen Wohngebieten der Stadt Tempo 30 einführen. Deshalb haben sie schon Unterschriften gesammelt.

Die Sicherheit für Fußgänger und Radfahrer im Straßenverkehr sind ein großes Thema beim Arbeitskreis (AK) Verkehr der Aichacher Grünen. Um die Meinung in der Bevölkerung zu ermitteln, haben jüngst Anwohner in der Dachauer Straße und im Ecknacher Weg in Aichach Unterschriften zum Thema Geschwindigkeitsbegrenzungen gesammelt. In einer Mitteilung heißt es: Es sei bemerkenswert, dass ausnahmslos alle Befragten Tempo 30 in ihrem Wohngebiet befürworten.

Der AK Verkehr ist davon überzeugt, dass dieses Stimmungsbild exemplarisch für das ganze Stadtgebiet gelten kann. Er fordert deshalb nun die Ausweitung von Tempo-30-Zonen auf alle Wohngebiete. Schließlich sei jedes Gemeindemitglied Anwohner und damit betroffen, heißt es in der Mitteilung.

Grüne übergeben Aichachs Bürgermeister eine Unterschriftenliste

Jüngst übergaben die Grünen die Unterschriftenliste mit rund 40 Namen an Bürgermeister Klaus Habermann, ebenso wie einige weitere Forderungen. Eine davon lautet: Aichach solle sich aktiv dazu bekennen, sich zu einer fahrradfreundlichen Stadt zu entwickeln. Mehr Radverkehr sei auch ein wichtiges Mittel im Kampf gegen den globalen Temperaturanstieg. Wer diese Fortbewegungsart gezielt fördere, werde auch mehr Radverkehr ernten, lautet ein Argument. Ein wichtiges Anliegen ist den Grünen eine Mitgliedschaft der Stadt in der Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundliche Kommunen in Bayern, wie es auch Schrobenhausen und Friedberg praktizieren. Für diese Themen wollen die Grünen nun Anträge in den Stadtrat einbringen. Die Stadtratsfraktion unterstützt darüber hinaus den Vorschlag der SPD, den oberen Stadtplatz am Wochenende probeweise autofrei zu halten.

Außerdem begrüßen die Grünen die Infotafeln der Verkehrswacht zum Thema „Überholabstand für Radfahrer“, mit denen auf den gesetzlich vorgeschriebenen Mindestabstand von 1,50 Meter innerorts und zwei Meter außerorts hingewiesen wird. Eine davon steht für alle Verkehrsteilnehmer gut sichtbar am Ortsausgang Friedberg. In Aichach finde man die Plakate leider nur an der B300, bedauern die Grünen.

ADFC: Aichach bekommt nur die Note vier

Im Fahrradklima-Test des ADFC im Jahr 2018 erhielt Aichach nach Angaben der Grünen die Gesamtnote 4,0. Sie befinde sich damit auf einem der letzten Plätze aller schwäbischen Städte. Das Sicherheitsgefühl im Straßenverkehr bewerteten Aichachs Radfahrer damals mit der Schulnote 4,4. Von 1. September bis 30. November können Aichacher Bürger wieder in einem Online-Fragebogen an der Befragung des ADFC teilnehmen. (AZ)

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