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Aindling

14.01.2021

Neues Aindlinger Feuerwehrhaus darf etwas mehr kosten

Im aktuellen Feuerwehrhaus haben die Aindlinger Kameraden zu wenig Platz.
Bild: Marlene Weyerer (Archivbild)

Plus Kurz vor der Ausschreibung stimmen die Aindlinger Gemeinderatsmitglieder noch einigen dringenden Wünschen zu. Wann das Feuerwehrhaus fertig sein könnte.

Das geplante Aindlinger Feuerwehrhaus wird vermutlich etwas teurer als zunächst angenommen, bekommt dafür aber auch mehr Platz und eine bessere Ausstattung. Die grobe Schätzung der Kosten liegt mittlerweile eher bei fünf Millionen Euro als bei 4,5 Millionen Euro, wie vor einem halben Jahr kalkuliert. Wenn alles nach Plan läuft, könnte das neue Gebäude, das auf dem 4000 Quadratmeter großen freien Areal neben der jetzigen Feuerwehr entsteht, im September 2023 in Betrieb genommen werden.

Diesen Zeitplan präsentierte der Leiter des Technischen Bauamts, Christian Lottes, jetzt den Aindlinger Gemeinderatsmitgliedern um Bürgermeisterin Gertrud Hitzler. Dabei geht Lottes von einer Auftragsvergabe im August dieses Jahres aus. Im November soll der Förderantrag gestellt werden, im Dezember der Bauantrag. Die Fertigstellung des Rohbaus ist im Zeitplan für Oktober 2022 vorgesehen.

Auf diesem Gelände am östlichen Ortseingang neben dem aktuellen Aindlinger Feuerwehrhaus soll der Neubau entstehen.
Bild: Marlene Weyerer (Archivbild)

Als erster Schritt erfolgt nun die Funktionalausschreibung. Dazu segnete der Gemeinderat nun die Leistungsbeschreibung inklusive Raumprogramm für das gewünschte Feuerwehrhaus ab. Das heißt, der Rat legte in Zusammenarbeit mit der Feuerwehr genau fest, wie das Gebäude ausgestaltet werden soll. Jetzt werden bis zu fünf Interessenten gesucht, die ein Angebot und einen Entwurf für das geplante Haus abgeben und letzteren dann im Gemeinderat präsentieren. Für ihr Angebot erhalten sie je 9000 Euro.

Die Firma, die ausgewählt wird, soll sowohl die Planung als auch die schlüsselfertige Erstellung des Hauses erbringen. Wie Lottes erläuterte, kommen als Bieter Generalunternehmer, Generalübernehmer und Totalunternehmer infrage. Während Ersterer meist nur den Bau selbst übernimmt und die restlichen Leistungen vergibt, macht Letzterer alles selbst. Der Generalübernehmer arbeitet laut Lottes teilweise mit eigenen Leuten und teilweise mit Subunternehmen.

Das Aindlinger Feuerwehrhaus bekommt sechs Tore

An den Eckpfeilern für das neue Feuerwehrhaus wurde in der jüngsten Sitzung nichts mehr geändert. Es soll sechs Stellplätze und damit sechs Tore erhalten. Da die Raumgrößen teilweise noch etwas erweitert wurden, liegt die Gesamtinnenfläche des Hauses nun bei rund 1530 Quadratmeter. Der Aindlinger Kommandant, Andreas Ehleider, bat das Gremium im Namen der Feuerwehr, darum, insbesondere den Schulungsraum etwas zu vergrößern. Die geplanten 60 Quadratmeter seien vor allem für größere, überörtliche Fortbildungen sehr knapp bemessen.

Zudem wurde der eigene Raum für die Kinderfeuerwehr gestrichen, sodass diese - samt Ausrüstung - auch im Schulungsraum Platz finden sollte. Der Rat konnte sich letztlich eine Vergrößerung von fünf bis zehn Quadratmetern vorstellen. Das dürfte laut Hitzler Mehrkosten von etwa 20.000 Euro zur Folge haben.

Feuerwehrhaus in Aindling: Löschwasserspeicher kostet etwa 150.000 Euro

Einige weitere dringende Wünsche der Feuerwehr wurden ebenfalls in die Ausschreibung eingearbeitet. So wünschen sich die Kameraden beispielsweise einen strapazierfähigen grauen Klinkerboden in der Fahrzeughalle. Mehrkosten: circa 10.000 Euro. Der ebenfalls gewünschte Löschwasserbehälter im Boden, dem das Gremium bereits zugestimmt hatte, schlägt mit weiteren 150.000 Euro zu Buche. Er soll 300 Kubikmeter Regenwasser aufnehmen können. Wie Ehleider erläuterte, könnte die Hälfte als Löschwasser vorgehalten und die andere Hälfte vom Bauhof als Gießwasser verwendet werden.

Ein weiteres Anliegen der Feuerwehr: Kein Styropor in der Fassade verbauen. Mehrkosten: etwa 6000 Euro. 15.000 Euro können dagegen eingespart werden, indem die Notstromversorgung in den Außenbereich gelegt wird.

Das Gebäude soll zudem standardmäßig mit Gas geheizt werden, eine Hackschnitzelheizung soll aber genauso vorbereitet werden wie eine Photovoltaikanlage und ein Aufzug zum barrierefreien Zugang. Eine zentrale Be- und Entlüftungsanlage wird nicht eingebaut. Stattdessen sollen bei Bedarf Einzellösungen für stickige Räume gefunden werden. Nötig sind zudem 36 Stellplätze für die Feuerwehrleute. Besucher könnten laut Lottes am Bauhof parken oder die zehn Fahrradstellplätze nutzen. Ins großzügige Foyer des Feuerwehrhauses soll neben dem Oldtimerfahrzeug auch die historische Spritze einziehen.

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