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Kommunalwahl 2020

27.02.2020

Wahl in Schiltberg: Zwei Kandidaten, zwei Listen - wer gewinnt?

Ein neues Rathaus, kombiniert mit einem neuen Feuerwehrhaus hinterlässt Bürgermeister Josef Schreier seinem Nachfolger in Schiltberg.
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Ein neues Rathaus, kombiniert mit einem neuen Feuerwehrhaus hinterlässt Bürgermeister Josef Schreier seinem Nachfolger in Schiltberg.
Bild: Gerlinde Drexler

Plus In der Gemeinde Schiltberg geht es bei der Kommunalwahl um die Nachfolge von Josef Schreier. Die Wahl wird spannend - zwei Kandidaten gab es länger nicht mehr.

Insgesamt 20 Jahre hat Josef Schreier die Gemeinde Schiltberg geführt. Bei der Kommunalwahl am 15. März tritt der 60-Jährige nicht wieder an. Wer wird sein Nachfolger? Das ist in der Holzlandgemeinde eine spannende Frage, was bislang aber nicht bedeutet, dass etwa ein harter Kampf um Schreiers Nachfolge entbrannt wäre. Und genau so stellt sich das der langjährige Amtsinhaber auch vor: Friedlich soll es bleiben in Schiltberg. Das wünscht sich Schreier.

In Schiltberg lässt sich zweifelsohne vom Ende einer Ära sprechen. Im Jahr 2000 wählten die Bürger außertourlich Josef Schreier zum Nachfolger von Franz Xaver Schmid. Schreier setzte sich damals gegen Peter Wenhardt durch. Seither hat es immer nur einen Bürgermeisterkandidaten gegeben: Josef Schreier. Er stand unangefochten an der Spitze der Gemeinde. Nun, da es um seine Nachfolge geht, haben die Bürger wieder eine Wahl: zwischen Drittem Bürgermeister Fabian Streit aus Rapperzell und dem Gemeindearbeiter, langjährigen Feuerwehrkommandanten und Kreisbrandmeister Albert Wagner. Fest steht nur eines: Der Nachfolger Schreiers wird der erste hauptamtliche Bürgermeister in Schiltberg sein. Das hat der Gemeinderat beschlossen.

Zum ersten Mal seit 1996 gibt es wieder zwei Wählerlisten in Schiltberg

Erstmals seit 1996 wird es wieder zwei Wählerlisten für den Gemeinderat geben. Vor 18 Jahren hatte sich die Parteilose Wählergemeinschaft der Liste CSU/ Freie Wähler angeschlossen. Nun hat Albert Wagner die Unabhängige Wählergemeinschaft (UWG) gegründet, um gegen Fabian Streit (CSU/Freie Wähler) antreten zu können. Nach wie vor aber stellen die Ortsteile keine eigenen Listen auf. Jede Liste ist für Kandidaten aus der ganzen Gemeinde offen. Das zeigt, dass die Gemeinde zusammengewachsen ist.

 

Noch-Bürgermeister Josef Schreier hält sich aus der Entscheidung um seine Nachfolge heraus. Zum einen ist er Gemeindewahlleiter, zum anderen ist er ohnehin der Ansicht, dass es nicht in Ordnung wäre, wenn sich der amtierende Gemeindechef auf eine Seite schlägt. Schreier will deshalb weder Partei für einen Kandidaten ergreifen noch eine Wahlprognose abgeben. Grundsätzlich aber findet er: „Es ist nicht so, dass einer der große Favorit ist.“ Die Chancen, die Streit und Wagner beim Wähler haben, hält Schreier für ausgewogen. Ausgewogen ist offenbar bis dato auch die Zeit vor der Wahl. Von einem Wahlkampf will Schreier nicht sprechen, Anfeindungen gebe es nicht.

Was sich Josef Schreier für die Gemeinde Schiltberg wünscht

In Schreiers Amtszeit ist in der Holzlandgemeinde viel passiert: zuletzt der Neubau von Rathaus und Feuerwehr. Ein Meilenstein war auch das Bürgerhaus, das die frühere Gastwirtschaft Kaupp ersetzt. Zufrieden ist Schreier auch, dass die dringendsten Bauwünsche von Gemeindebürgern mit dem neuen Baugebiet in Schiltberg befriedigt werden konnten.

Gemeinschaftsgeist herrscht in Schiltberg: Das sagt nicht nur der noch amtierende Bürgermeister Josef Schreier, sondern das sagen auch die beiden Bürgermeisterkandidaten.
Bild: Erich Echter

Das nächste kleine Baugebiet in Gundertshausen ist bereits in Planung. Aufgabe seines Nachfolgers wird es langfristig sein, weitere Baumöglichkeiten zu schaffen. Das und alles andere will Schreier getrost seinem Nachfolger überlassen. Er wünscht sich nur eines für Schiltberg: „Dass alles ruhig weitergeht und der Gemeinschaftsgeist erhalten bleibt.“

Sie kandidieren in Schiltberg für den Gemeinderat an

CSU/Freie und Parteilose Wähler
Johann Paucker, Peter Kellerer, Sandra Schmid, Kaspar Wörle, Stefan Schmid, Xaver Breitsameter jun., Fabian Streit, Tobias Tyroller, Tobias Wenhardt, Michael Schmidberger, Stefan Binzer, Anton Breitsameter jun., Hermann List, Tobias Ladewig, Tanya Stegmair, Bernhard Asam, Renate Geisler, Martin Weinhuber, Patrick Daurer

Unabhängige Wählergemeinschaft (UWG)
Albert Wagner, Petra Lechner-Appel, Markus Stocker, Matthias Ziegenaus, Felix Fresia, Andreas Breitsameter, Josef Lechner, Christian Brettmeister, Manuel Farnhammer, Tobias Moser, Jürgen Halbach, Fabian Stichlmayr

Hier finden sie die Kandidatenportraits:

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