Aichach: Weihnachtliche Stimmung: So schön ist der Aichacher Krippenweg
Aichach
Weihnachtliche Stimmung: So schön ist der Aichacher Krippenweg
Kein Christkindlmarkt, kein Nikolaus, kein Rathaus-Adventskalender: Trotzdem ist der Advent stimmungsvoll in Aichach. Dafür sorgt ein besonderer Krippenweg.
Von Erich Echter|13.12.20 - aktualisiert:
|
|
|
Krippen aus vielen Ländern sind in der Aichacher Innenstadt zu sehen.Foto: Erich Echter
Normalerweise wäre jetzt in der Adventszeit an jedem Abend rund ums Rathaus so richtig viel los. Der Nikolaus würde an der Ostfassade ein neues Fenster des Rathaus-Adventskalenders öffnen, und zahlreiche Kinder würden ihn und seine Engelsschar dabei bewundernd beobachten. Auf den anderen Rathaus-Seiten würde eine Hütte neben der anderen stehen mit Gebasteltem, Weihnachts- und Geschenkartikeln, mit Glühwein, Punsch, Bratwurst, Schupfnudeln und Schokofrüchten - mit allem eben, was einen Christkindlmarkt so ausmacht. Weil all das im Corona-Jahr ausfällt, hat sich die Stadt Aichach einen besinnlichen Ersatz ausgedacht: einen Krippenweg.
Auf dem Aichach Krippenweg gibt es über 20 verschiedenste Krippen
In Aichacher Einzelhandelsgeschäften, in Schauhäuschen an verschiedenen Punkten am Stadtplatz und Rathaus können Menschen bei einem Spaziergang über 20 Krippen bestaunen. Interessant ist sicherlich die Vielfältigkeit der Ausstellung, die nicht nur Krippen aus dem deutschsprachigen Raum zeigt. Die Exponate kommen aus Aichach, aber ebenso aus Peru, Tschechien, Afrika oder Israel. Gerade in den Abendstunden, wenn die Krippen im dezenten Licht leuchten, sind sie ein Hingucker, der immer wieder große und kleine Spaziergänger anzieht.
So unterschiedlich wie die Herkunft so verschieden sind auch die Werkstoffe, die die kreativen Krippenbauer verwendet haben. Das Material reicht vom klassischen Krippenbaustoff Holz über Baumwurzeln bis hin zu Papier, Ton oder Rupfen.
In Aichach werden auch acht Krippen aus Peru ausgestellt
In der Weihnachtshütte an der Spitalkirche präsentiert der Faire Handel acht verschieden Krippen aus Peru. Sie stammen von Künstlerfamilien der Stadt Orellana nahe am Amazonas.
Im Weihnachtshäuschen an der Sparkesse ist die Krippe vom Kindergarten Kunterbunt auf Stroh gebettet.Foto: Erich Echter
Neben den verschiedenen Exponaten von privaten Leihgebern findet sich in der Hütte an der Sparkasse eine von Mädchen und Buben des Kindergartens Kunterbunt gebastelte Krippendarstellungen. Eine Rarität ist sicherlich die Glaskrippe von 1920, zu sehen in der Stadt-Info, der ehemalige Metzgerei Haselberger, am oberen Stadtplatz. Es handelt sich dabei um das Gesellenstück eines Glasbläsers aus Selb im Landkreis Wunsiedl im Fichtelgebirge.
Weitere Krippen sind in den Schaufenstern von Einzelhandelsgeschäften, im Rathaus, in der Stadt-Info und in Aichacher Kirchen zu sehen.