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Mühlhausen
22.09.2023

In Mühlhausen herrscht Unruhe wegen möglicher Flüchtlingsunterkunft

Eine mögliche Flüchtlingsunterkunft in einem Bürogebäude im Gewerbegebiet löst in Mühlhausen Unruhe aus.
Foto: Alexander Kaya (Symbolfoto)

Im Affinger Ortsteil Mühlhausen gibt es Spekulationen zu einer Flüchtlingsunterkunft. Detaillierte Informationen gibt es nicht. Im Gemeinderat führt das zum Eklat.

In Mühlhausen herrscht Unruhe wegen einer Flüchtlingsunterkunft, die möglicherweise in einem Bürogebäude im Gewerbegebiet untergebracht wird. Spekulationen schießen ins Kraut, seit vor einer Woche an öffentlichen Stellen Flugblätter aufgetaucht sind. Details über die eventuelle Gemeinschaftsunterkunft liegen bis dato nicht vor. Das Thema sorgte diese Woche für einen heftigen Zusammenstoß im Gemeinderat.

Geplant wird die Unterkunft von der Regierung von Schwaben. Pressesprecher Karl-Heinz Meyer hatte das Vorhaben vor einer Woche gegenüber unserer Redaktion bestätigt und davon gesprochen, dass ein zeitnaher Vertragsabschluss geplant sei. Details könnten bis dahin nicht genannt werden. Meyer sagte nun zu, sobald die Unterschriften erfolgt seien, werde erst die Gemeinde und dann die Öffentlichkeit über eine Pressemitteilung informiert.

Ein Gewerbetreibender kritisiert, "dass man nichts weiß"

Dass es bisher keine Information gibt, kommt in Mühlhausen nicht gut an. Ein Gewerbetreibender am Unterkreuthweg, der seinen Namen nicht öffentlich nennen will, spricht davon, dass die Stimmung nicht gut sei. Sie sei angespannt. Das liege daran, "dass man nichts weiß". 

Dem Mann ist bekannt, dass im Gewerbegebiet einige nicht einverstanden sind mit den Plänen. Vor allem unter den Mietern, die in den ursprünglich für Betriebsleiter oder Hausmeister vorgesehenen Wohnungen leben, sei der Aufruhr recht groß. Doch auch Betriebsinhaber seien skeptisch. Er selbst sei das auch, sollte eine Unterkunft für alleinstehende Männer kommen, räumt der Mann ein. "Wenn Familien kommen, dann ist das halb so wild", glaubt er.

Bürgermeister Winklhofer: "Pamphlet hat die Stimmung angeheizt"

Aufsehen erregt hat ein Flugblatt, das vergangene Woche eines Morgens an öffentlichen Stellen wie der Bushaltestelle am Gewerbegebiet, an der Tankstelle und an Ladentüren aufgetaucht war. Sogar am Friedhof, im Bereich der Kirche und an Kästen der Gemeinde war es angebracht. Darin griff der Verfasser die Familie an, die als Vermieter der Unterkunft im Gespräch ist. Bürgermeister Markus Winklhofer zeigte sich entsetzt über die diffamierende Weise des Pamphletes. Es habe die Stimmung angeheizt, kritisiert er.

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Winklhofer weiß, dass Ängste aufgekommen sind und das Wissensbedürfnis groß ist. Auch bei ihm schlagen Nachfragen auf. Gegenüber unserer Redaktion betonte er, er wüsste selbst gerne mehr, habe aber keine Informationen. Er hält es für geboten, dass die Bevölkerung in einer öffentlichen Veranstaltung informiert wird, sobald die Pläne spruchreif seien. Die fehlenden Informationen brächten auch ihn in ein Dilemma. Da sei es schwer bis unmöglich, öffentlichen Druck abzubauen.

Faltermeier bezichtigt Mühlhausens Bürgermeister der Lüge

Das Thema löste diese Woche einen Eklat im Gemeinderat aus. Gerhard Faltermeier bezichtigte den Bürgermeister öffentlich der Lüge. Hintergrund war seine Anfrage in einer Ausschusssitzung in der Vorwoche, bei der er sich allgemein nach dem Thema Unterkünfte für Flüchtlinge erkundigt hatte. Winklhofer gab sinngemäß zurück, diese würden weiter gesucht, die Resonanz sei überschaubar und Vorschläge jederzeit willkommen. Wenige Tage später berichtete unsere Redaktion über die geplante Flüchtlingsunterkunft.

Faltermeier hielt den Vorwurf der Lüge in der Sitzung deshalb aufrecht. Winklhofer hingegen wies ihn auf "das Schärfste" zurück und verwies auf spärliche Informationen von der Regierung, die er auch in einer öffentlichen Sitzung bestätigt habe. 

Gegenüber unserer Redaktion ging er nun ins Detail. Am 1. März habe er in einer öffentlichen Bauausschusssitzung auf Nachfrage erklärt, dass er von einer möglichen Unterkunft wisse. Darüber habe ihn die Regierung im Februar informiert, aber keine Details genannt. Die nächste Nachricht habe er erst wieder am vergangenen Freitag erhalten. Darin informierte ihn die Regierung über die Verhandlungen und kündigte einen neuerlichen Kontakt nach Vertragsabschluss an. Als Beleg dafür, dass er die ihm vorliegenden Informationen zum jeweils vorliegenden Zeitpunkt auch weitergegeben habe, leitete Winklhofer unserer Redaktion das entsprechende Sitzungsprotokoll und den E-Mail-Verkehr mit der Regierung zu. Vom Vorwurf der Lüge zeigte er sich schwer getroffen. Das mache es immer schwieriger, zu einer normalen kollegialen Arbeit zurückzukehren, sagte der Bürgermeister.

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