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Eisstockschießen

13.01.2020

Kühbacher Frauen holen sich Bundesliga-Titel

Nach dem Europacup holte sich das erste Kühbacher Frauenteam (im Bild) auch die Bundesligameisterschaft. Veronika Filgertshofer (links), Regina Gilg (rechts) konnten sich freuen. So lief es bei den weiteren Kühbacher Teams.
Bild: Stadlmair

Das Erste Frauenteam holt sich zum dritten Mal in Folge Platz eins und qualifiziert sich für die Deutsche Meisterschaft. So sieht es bei den Männern aus.

Alle sechs Teams der Kühbacher Stockschützen waren am Wochenende auf Eis im Einsatz. Dabei gab es großen Jubel, aber auch Trauer.

Als Topfavorit ging Kühbachs erste Frauenmannschaft in Peiting ins Titelrennen der Bundesliga Süd. Nach dem Wegfall des Vorrundenspieltages aufgrund von Eisproblemen war ein etwas verkürzter Meisterschaftsmodus angesagt, der dem TSV-Aushängeschild sehr entgegenkam. Vor allem Stehvermögen war beim zweitägigen Wettbewerb gefragt und dieses hatten Veronika Filgertshofer, Regina Gilg, Franziska Schwertfirm und Marianne Weigl schon kürzlich bei ihrem Europapokalsieg eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Nach einem etwas mühevollen Auftaktmatch gegen die zweite TSV-Vertretung (19:17) drehte der amtierende Europacupsieger mächtig auf. Ein hoher 29:9-Sieg gegen den Mitfavoriten EC Passau-Neustift war das Startsignal zu einer beispiellosen Punktejagd, die am Samstag keinen Makel aufzuweisen hatte. So dauerte es bis zum Eröffnungsspiel des zweiten Spieltages, ehe Schachten-Auerbach die Kühbacher Serie beendete. 14:20 hieß es nach sechs Kehren. Doch die Kühbacherinnen ließen sich nicht aus der Ruhe bringen und setzten mit einem 20:7 gegen Lampoding ihren Siegeszug fort. Dem folgten weitere sieben doppelte Punktgewinne, bevor dann in der Abschlusspartie Mehring (11:13) dem TSV die zweite Niederlage zufügte. Am Ende stand der dritte Bundesliga-Titel in Folge und die Qualifikation für die deutsche Meisterschaft, die am 24. und 25. Januar in Waldkirchen über die Bühne geht.

Von solchen Ergebnissen konnte das zweite Kühbacher Frauenteam nur träumen, ging es für Jessica Gamböck, Heidi Trabelsi, Helga Salvamoser, Leni Simmerbauer und Irmgard Baumgartner nach dem Aufstieg rein um den Klassenerhalt. Obwohl die beiden ersten Partien gegen Kühbach I und Schondorf knapp verloren gingen, machten die folgenden Begegnungen gegen Massing (20:14) und Gumpersdorf (22:8) Hoffnungen. Doch es blieb in den Folgepartien vieles Stückwerk. Dem defensiv ausgerichteten Spiel fehlte im hinteren Bereich die letzte Sicherheit, um entscheidende Zähler einzufahren. Da half es auch nicht, dass sich die erste Angriffsschützin Jessica Gamböck in Glanzform präsentierte. Auf Platz 16 ging es in den zweiten Spieltag. Überraschende Punktgewinne gegen Engelsberg (22:12) und Passau (14:14) ließen die Chancen zunächst wieder steigen, doch ein 6:14 gegen den direkten Abstiegskontrahenten Taufkirchen setzte den Kühbacherinnen arg zu. 2:6 Punkte aus den letzten vier Spielen bedeuteten schließlich den Abstieg.

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Eisstockschießen: Kühbacher Männer können ebenfalls feiern

Gleich mit zwei Teams machte der TSV Kühbach in der Bayernliga Süd seine Aufwartung. Dabei erwischte die erste Formation mit Rudi Baumgartner, Christian Breitschopf, Armin Hahn, Alexander Ivenz und Helmut Kiermeyer in Buchloe den besseren Start. Ein 27:5 Sieg gegen die Zweite brachte sie schnell auf die Siegesstraße, die nach weiteren Punktgewinnen gegen Rattenbach (23:3), Sigmertshausen (16:10), Helios München (16:6), Tacherting (13:13) und Haslankreit I (24:0) an die Spitze führte. Zwei vermeidbare Niederlagen gegen Ostermünchen und Ramsau sowie ein 24:8 gegen Garching brachten den zweiten Vorrundenplatz.

Nicht ganz so rund lief es anfangs für Herbert Gaßmair, Willi Westermeier, Lorenz Mayer, Herbert Schrittenlocher und Georg Engel in der Kühbacher Zweiten. Nach 0:4 Punkten fanden sie sich als Schlusslicht wieder. Nur langsam kam ein konstruktives Spiel zustande, zumal die Trefferquote schwach war. Aber es reichte, um mit drei Siegen gegen Burghausen, Neukirchen und Haidhausen einen Mittelfeldplatz zu ergattern. Diesen verteidigten die Kühbacher bis zum Schluss und haben mit nunmehr 12:10 Zählern nicht die schlechteste Ausgangsposition zur Rückrunde.

Nicht allzu große Chancen rechnete sich die Dritte um Hans Asific, Daniel Braunmüller, Stefan Bscheider, Wolfgang Zimmermann und Anton Stadlmair in der Bezirksoberliga aus. Diese Skepsis untermauerten auch die Spiele zu Beginn. Durch eine konsequente Chancenausnutzung, hauptsächlich in der letzten Kehre, ging es Schritt für Schritt nach oben. 15:9 Zähler und ein fünfter Platz waren der Lohn für eine deutliche Leistungssteigerung, mit der zugleich eine solide Rückrundenbasis geschaffen wurde.

Auch Kühbach IV um Franz Krepold, Paul Eberl sowie Andreas und Manfred Stadlmair hatte in der Bezirksliga A seine Startprobleme. Nach einem kurzen Zwischenspurt zeigte der Trend nach oben. Das Punktekonto ist zur Halbzeit ausgeglichen.

Lesen Sie dazu auch: Kühbacherinnen setzen sich Europas Krone auf

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