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Ansiedlung

12.10.2013

3-D-Drucker arbeiten bald in Gersthofen

So soll die neue Europa-Zentrale des 3-D-Drucker-Unternehmens ExOne in Gersthofen aussehen.

ExOne baut seine Europazentrale in Gersthofen. Die Firma geht neue Wege im Maschinenbau

Gersthofen Ein weiteres Unternehmen stärkt bald den Wirtschaftsstandort Gersthofen: Gestern war im Industriegebiet nördlich der A8 und westlich der Bahnlinie Augsburg-Donauwörth erster Spatenstich für den Neubau der neuen Europazentrale der ExOne GmbH.

Das Unternehmen ist ein Spezialist für die additive Fertigung im Sanddruckverfahren. „3-D-Drucker“ fertigen Maschinenbestandteile, beispielsweise Zylinderköpfe für Automotoren oder Propellernaben für Windkraftanlagen. Dem Europa-Geschäftsführer Rainer Höchsmann zufolge kann man mit diesem Verfahren die Metallgießerei über 3-D-Druck revolutionieren. Auf diese Weise können beispielsweise in immer kürzerer Entwicklungszeit immer bessere Motoren hergestellt werden. „Viele Autofirmen nutzen schon heute täglich unsere Technik. Anderes als bei der herkömmlichen Herstellung werden Maschinenteile nicht mehr von Modellen abgeformt – die Drucker verarbeiten direkt CAD-Programmdaten. „Wir sind seit Jahren mit Vollgas unterwegs, weil immer schnellere Lösungen erforderlich sind“, sagte Höchsmann. Habe vor zehn Jahren die Entwicklung eines neuen Motors noch sieben Jahre gedauert, dürften es heute nur noch drei Jahre sein.

Am neuen Firmensitz in Gersthofen werden auf 30000 Quadratmetern Fläche die bisher fünf Standorte zusammengelegt. Hier entstehen ein großes Verwaltungs-/Entwicklungs- und Schulungsgebäude mit 2500 Quadratmetern sowie auf weiteren 14000 Quadratmetern Fläche vier Fertigungshallen für die Produktion. Die 3-D-Drucker können dort künftig Maschinenteile bis zu einer Größe von einem mal zwei Metern und einem Gewicht von circa drei Tonnen herstellen. ExOne investiert rund 15 Millionen Euro in den neuen Standort. Die Bauarbeiten sollen in der zweiten Jahreshälfte 2014 abgeschlossen sein. Entscheidend für die Wahl Gersthofens als neuen Firmensitz war dem Geschäftsführer zufolge die gute Verkehrsanbindung.

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ExOne hat auch Firmensitze in den USA. Das Gesamtunternehmen hat derzeit 250 Mitarbeiter, so Rainer Höchsmann, davon knapp 100 im Raum Augsburg. In den nächsten Jahren plant die Firma ein Wachstum auf rund 140 Mitarbeiter in Gersthofen; das Unternehmen soll um 30 Prozent wachsen: „Wir haben eine ausgezeichnete Startposition eingenommen.“

„Dieser Tag ist ein Zeichen, dass die Ansiedlung von Unternehmen in Gersthofen funktioniert“, zeigte sich Bürgermeister Jürgen Schantin erfreut. Besonders positiv bewertete er den Umstand, dass am neuen Firmensitz nicht nur Arbeitskräfte zusammengelegt, sondern auch neue Arbeitsplätze entstehen werden.

„In Gersthofen wurde sehr viel Zukunft geschaffen“, sagte stellvertretender Landrat Johann Häusler. „Die Stadt ist ein exzellenter Prämiumstandort.“ Diese Woche

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