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Landkreis

06.02.2019

Bio-Bauern gesucht: Landkreis unterstützt Landwirte

Ziel ist, landwirtschaftliche Nutzungsformen zu fördern, die zum Erhalt regionaltypischer Kulturlandschaften beitragen.
Bild: Thorsten Jordan (Symbol)

Die Stadt und der Landkreis Augsburg entdecken ihre grüne Seite. Auslöser ist ein Förderprogramm des Freistaates. Das steckt dahinter. 

In Augsburg und in der Region sollen Produktion und Verbrauch heimischer Bio-Lebensmittel angekurbelt werden. Aus diesem Grund bewerben sich die Stadt und der Landkreis Augsburg derzeit gemeinsam um die Auszeichnung zur staatlich anerkannten Öko-Modellregion. Hintergrund ist das Landesprogramm „BioRegion Bayern 2020“, dessen Ziel es ist, die Bio-Produktion in Bayern bis zum Jahr 2020 zu verdoppeln. Derzeit gibt es im Landkreis Augsburg rund 80 Biobauern.

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Bis März entscheidet das Bayerische Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, ob die Stadt und der Landkreis Augsburg die Auszeichnung erhalten. Für diesen Fall übernimmt das Ministerium 75 Prozent der Kosten für einen Projektmanager den Rest teilen sich die Projektträger. Die maximale Förderung beträgt 150000 Euro für zwei Jahre.

Projektpartner der Bewerbung sind neben dem städtischen Gesundheitsamt und der Wirtschaftsförderung des Landkreises unter anderem der Naturpark Augsburg - Westliche Wälder und die beiden Landschaftspflegeverbände.

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Die regionale Kulturlandschaft soll erhalten werden

Ziel ist, landwirtschaftliche Nutzungsformen zu fördern, die zum Erhalt regionaltypischer Kulturlandschaften beitragen. Ein Beispiel hierfür ist etwa die Wanderschäferei in den Heiden des Lech- und Wertachtals aber auch im Augsburger Stadtgebiet.

Eine solche Beweidungsform dient der Offenhaltung von Flächen und damit dem Erhalt der pflanzlichen Artenvielfalt sowie der heimischen Fleischerzeugung - Stichwort „Lechtal-Lamm“. Auch für das Gastronomie- und Hotelgewerbe sollen mehr Möglichkeiten geschaffen werden, regionale und biologisch erzeugte Lebensmittel zu verwenden.

Umweltbildung im Sinne einer Bewusstseinsbildung bei Verbrauchern und Produzenten ist ein weiterer Schwerpunkt des Projekts ÖMR. Dazu sind mehrere Aktivitäten geplant. Neben der Vermarktung von Fleisch aus der Beweidung von ökologisch wertvollen Biotopflächen, sollen unter anderem die Vermarktung von Bioprodukten aus der Landschaftspflege wie Apfelsaft, Honig und Wolle, als auch eine regionale Saatgutbörse aufgebaut werden. Außerdem soll der Biohanf-Anbau gefördert werden.

Wie Oberbürgermeister Kurt Gribl betont, ist die Stadt Augsburg Mitglied im bundesweiten Netzwerk der Bio-Städte und habe mit der Bio-Pausenbrotaktion und Fahrten für Schulklassen zu Bio-Betrieben sowie Bio-Kochkursen bereits Akzente gesetzt.

Landrat Martin Sailer hebt außerdem hervor, dass Landwirte, Gastronomen und weiterverarbeitende Betriebe landwirtschaftlicher Produkte durch die Öko-Modellregion neue Einnahmemöglichkeiten erhalten könnten. „Gleichzeitig wird bei den Verbrauchern in Stadt und Land das Bewusstsein geschärft, wie jeder durch den Konsum regionaler und ökologischer Produkte zum Erhalt unserer heimatlichen Landschaft beitragen kann.“

So können Landwirte mitmachen

Landwirte, Verarbeiter oder Händler, aber auch sonstige Interessensgruppen oder Verbraucher können sich jederzeit bei der Stadt bei Alexandra Wagner telefonisch unter 0821 324 2062 oder im Landratsamt bei Martina Baur via E-Mail an wirtschaftsfoerderung@LRA-a.bayern.de melden.

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