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Stadtbergen

01.12.2012

Entscheidung gefallen: das Ost-Ampelmännchen darf bleiben

Seit Kurzem verrichtet ein Ampelmännchen aus dem Osten seinen Dienst in Stadtbergen. Nun ist klar: Es darf bleiben.
Bild: Andreas Lode

Landratsamt und Polizei erteilen die Zustimmung für das Ost-Ampelmännchen, das durch Zufall nach Stadtbergen gelangt war.

Das Stadtberger Ost-Ampelmännchen darf bleiben. Dies sagte am Freitag Werner Reschke von der Straßenverkehrsbehörde am Landratsamt Augsburg. Die Wendung ist ebenso abenteuerlich wie überraschend – denn zwischenzeitlich hatten sich die Anzeichen gemehrt, dass es für das Männchen keine Rechtsgrundlage gibt.

Bei seinen Recherchen ist das Landratsamt jedoch auf den über 20 Jahre alten Einigungsvertrag zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der ehemaligen DDR gestoßen. „Dort ist auch der Gebrauch von Lichtsignalanlagen geregelt“, erklärt Reschke. Und dort sind die Ost-Ampelmännchen als alternative Signale zugelassen.

Stadtbergens Bürgermeister Paul Metz zeigte sich erleichtert: „Ich habe immer betont, dass ich das Männchen gerne behalten möchte.“ Zum Videodreh unserer Online-Redaktion, die mit der „Grünen Couch“ an die Stadtberger Kreuzung gekommen war, hatte Metz sogar Gummibärchen in Form des huttragenden Ampelmännchens mitgebracht. „Das Männchen kommt mir von der Figur her auch eher entgegen als seine westdeutsche Variante“, scherzte Metz.

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Mit der Lösung kann Ulrich Kraus von der Pferseer Polizeiinspektion gut leben: „Es geht darum, dass die Autofahrer das Zeichen gut sehen können – und das dürfte hier der Fall sein.“

Ohnehin passt das Männchen nach Stadtbergen, betonen sowohl Bürgermeister als auch der Partnerschaftsverein: Seit Jahren hat Stadtbergen eine Städtepartnerschaft mit Olbernhau. In Sachsen war daher die Freude wegen des Ampelmännchens groß, sagte Erich Maydl. „Die Menschen in Olbernhau haben sich sehr gefreut, als sie das Ost-Ampelmännchen bei uns in der Zeitung sahen.“

Das Männchen war kurioserweise nur durch einen Zufall nach Stadtbergen gekommen: Die aus Thüringen stammende Baufirma hatte sich bei den Schablonen vertan, als sie sie die Ampelanlage an der Kreuzung Hagenmähderstraße und Bismarckstraße renoviert hatte. Erst Wochen später fiel das Versehen auf – und beschäftigte bis gestern sowohl Polizei als auch das Landratsamt.

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