In der jüngsten Sitzung des Gemeinderats ging es mal wieder "angenehm schnell" , erklärt Bürgermeisterin Karina Ruf im Nachgang. Neben einigen individuellen Bauanträgen wurde das seit Jahren köchelnde Thema "Gablinger Ortszentrum" erneut angesprochen. Bürgermeisterin Karina Ruf sah sich dabei Vorwürfen ausgesetzt. Warum auch die Grotte an der Batzenhofer Straße eine Rolle spielte.
Ein Vorwurf bezog sich auf Gablingens Dauerbrenner: das Ortszentrum. Der Bürgermeisterin wurde vorgeworfen, sie sitze "das Thema Ortszentrum aus". Das wies sie allerdings entschieden zurück und verwies auf die Klausurtagung, die "coronabedingt endlich am zweiten und dritten Juli stattfinden kann". Der Schwerpunkt der Tagung werde das Ortszentrum sein, so Ruf. Sie betonte aber auch: "Ich kann dann nicht direkt in der Gemeinderatssitzung am sechsten Juli das weitere Vorgehen bekannt geben." Der Grund: Bei der Klausurtagung werden keine Beschlüsse gefasst. Das kann nur in den Sitzungen des Gemeinderats passieren.
Frist für Werbung für neues Glasfasernetz in Gablingen verlängert
Neben einigen individuellen Bauanträgen wurde zudem beschlossen, dass die Unternehmen M-net und die Deutsche Glasfaser die Plakatierung für ihr Glasfaser-Angebot bis zum 10. Juli weiterführen dürfen. Das war schon vorher so angedacht. Die beiden Firmen klopfen derzeit im Gemeindegebiet ab, wie hoch das Interesse bei den Bürgern und Bürgerinnen in der Gemeinde an einem modernen Glasfasernetz ist. Wenn mindestens 40 Prozent der Haushalte Verträge für schnelles Internet abschließen, sollen die neuen Kabel für die Bürger kostenlos verlegt werden. Doch bislang war das Interesse an diesem Angebot in Gablingen sehr gering - daher die Verlängerung der Plakatierungserlaubnis.
Interessanter waren in der Gemeinderatssitzung die Anfragen der Bürger. Regelmäßig bekommen sie in Gablingen die Chance, sich in der öffentlichen Sitzung direkt an Karina Ruf und die anderen Mitglieder des Gremiums zu wenden. Die Themen waren vielfältig: Eine Frage bezog sich zum Beispiel auf die Wartungsanlage der Firma Go-Ahead. Der Bürger wollte wissen, ob Züge auch am Bahnhof Gablingen abgestellt würden. Go-Ahead hat Karina Ruf dazu schon eine Rückmeldung gegeben: Das sei nicht vorgesehen, könne aber in der Zeit passieren, in der die Oberleitungen auf dem Werksgelände noch nicht fertiggestellt sind.
Gute Zusammenarbeit mit der Kirchengemeinde bei der Grotte
Die Bürgermeisterin sah sich noch mit einem weiteren Vorwurf konfrontiert: In den Augen eines Bürgers beteiligt sich die Gemeinde nicht ausreichend an der Renovierung der Grotte an der Batzenhofer Straße. Ruf verwies in ihrer Antwort auf die gute Zusammenarbeit mit der Kirchengemeinde, den genehmigten Zuschuss, der in ihren Augen "ausreichend hoch" sei und den Aufwand, den die Gemeinde bei der Pflege der Grünflächen an der Mariengrotte betreibt.
Das Rathaus in Gablingen bekommt ein neues Vordach, das auch am Bankautomaten Schutz vor dem Wetter bieten soll. Ein Gemeinderat fragte in der Sitzung nach, ob die Kreissparkasse denn bereit wäre, sich an den Kosten zu beteiligen. Eine Anfrage habe sie schon gestellt, aber noch keine Antwort erhalten, entgegnete Karina Ruf.
Sie selbst sprach in der Sitzung noch die umgestalteten Flächen am Ortseingang Gablingen an. Eine liege aktuell noch brach, da sie als Ausgleichsfläche für einen Teil der Kita-Erweiterung anerkannt worden sei. Erst wenn der entsprechende Bauantrag alle Instanzen durchlaufen hat, kann auf der Ausgleichsfläche angesät werden. Im Herbst werde es wohl soweit sein, stellte die Bürgermeistern den Gemeinderäten schließlich in Aussicht.