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Landkreis Augsburg

06.11.2019

Wie sieht der Tourismus 2.0 im Augsburger Land aus?

Vor mehr als 800 Jahren ließen sich die ersten Frauen an diesem einsamen Ort im oberen schönen Feld, der heutigen Abtei Oberschönenfeld, nieder.
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Vor mehr als 800 Jahren ließen sich die ersten Frauen an diesem einsamen Ort im oberen schönen Feld, der heutigen Abtei Oberschönenfeld, nieder.
Foto: Andreas Lode

Der Landkreis will jetzt ein Leitbild erarbeiten und Alleinstellungsmerkmale finden. Wie sich die steigenden Gästezahlen auf kleinere Unterkünfte auswirken.

Die Schlacht auf dem Lechfeld, das Kloster Oberschönenfeld, Mozart oder Ludwig Ganghofer: Es gibt viele Themen, die Touristen ins Augsburger Land locken. Vermarktet werden sie von der Regio Augsburg Tourismus. Dem Landkreis geht das aber offenbar nicht weit genug: Er will jetzt eine eigene Strategie erarbeiten. Sie soll in ein Tourismuskonzept fließen, in dem es auch um Barrierefreiheit, Digitalisierung, neue Medien oder E-Mobilität geht.

„Wir wollen uns ein touristisches Leitbild geben“, erklärte Uli Gerhardt von der Wirtschaftsförderung des Landkreises in der jüngsten Kreisausschusssitzung. Es sollen auch Alleinstellungsmerkmale erarbeitet werden. Konkreter wurde seine Kollegin Rebecca Lechner.

Das Naturerlebnis liegt absolut im Trend

Der Tourismus im Landkreis fokussiere sich derzeit insbesondere auf das Naturerlebnis. „Er liegt absolut im Trend und sichert die Lebensqualität“, sagte Lechner. In den kommenden Jahren soll er zunehmen. Zum einen hätten Menschen mehr Freizeit. Zum anderen würden sich immer mehr auf Reisen innerhalb von Deutschland besinnen, erklärte Rebecca Lechner.

Tatsächlich sind die Übernachtungszahlen im Landkreis von 2017 auf 2018 um 4,7 Prozent gestiegen. Zuletzt gab es 225.000 Gästeankünfte (2017: 214.000) – das sind rund 19.000 Gäste pro Monat. Verändern wird sich auch die Zahl der zur Verfügung stehenden Betten: Sie soll in diesem Jahr voraussichtlich von 3055 auf rund 3400 steigen. Mit mehr Gästen rücken in Zukunft auch mehr kleinere Unterkünfte oder Pensionen in den Fokus. Doch gerade bei ihnen sieht Lechner einen Nachholbedarf, was zum Beispiel Barrierefreiheit, E-Mobilität oder Digitalisierung angeht.

Der Landkreis besitzt eine besondere Authentizität

Auch das Bevölkerungswachstum, der neue Unesco-Welterbe-Titel oder die Uni-Klinik könnten dem Landkreis neue Wege bieten, so Lechner. Der Landkreis besitze bereits durch kulturelle und naturtouristische Angebote eine besondere Authentizität. Diese Potenziale müssten nun in einem Konzept erfasst werden. Das sei allerdings nicht Aufgabe der Regio Augsburg Tourismus GmbH, da es auch um die Alleinstellungsmerkmale des Augsburger Lands gehe.

Der Landkreis ist mit 30 Prozent an der Gesellschaft beteiligt, die die Entwicklung und Umsetzung eines einheitlichen touristischen Marketingkonzept und die Vernetzung des Reiseziels Region Augsburg zum Ziel hat. Eine weitere wesentliche Aufgabe der Regio Augsburg Tourismus ist der Betrieb einer Tourismusinformation mit Gästeservice sowie einer Buchungsplattform im Internet. Beteiligt sind auch die Stadt Augsburg und der Landkreis Aichach-Friedberg.

Für das erste Tourismuskonzept des Landkreises sind insgesamt 46.000 Euro veranschlagt. Es soll verschiedene Pakete enthalten. Dazu gehört beispielsweise eine Bestandsanalyse, ein Leitbild und die herausgearbeiteten konkreten Folgen. Los gehen soll das einjährige Projekt 2020.

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