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Augsburg
23.11.2021

Corona: Viele Augsburger Schulen warten noch auf Luftfilter

An der Birkenau-Grundschule in Lechhausen sind die mobilen Luftfilter seit einigen Wochen in Betrieb und werden als positiv empfunden.
Foto: Silvio Wyszengrad

Bis Jahresende sollen Luftfilter in allen dafür vorgesehenen Klassenzimmern in Augsburg stehen. Die Stadt beschränkt das Angebot, ein kirchlicher Träger geht weiter.

Trotz hoher Corona-Zahlen müssen sich viele Augsburger Schulen bei der Ausstattung ihrer Klassenzimmer mit mobilen Raumluftreinigern noch in Geduld üben. Nachdem Anfang Oktober die ersten Geräte geliefert worden sind, ist nach Angaben des Bildungsreferats mittlerweile etwa ein Drittel der für die Ausstattung vorgesehenen Bildungsstätten versorgt. Dabei handelt es sich um alle Klassenzimmer der Jahrgangsstufen eins bis sechs - insgesamt 624 Räume - in Schulen unter städtischer oder staatlicher Trägerschaft. Sie haben bekommen oder erhalten noch Geräte des Herstellers Philips, die die Raumluft ansaugen. Im Gerät wird die durchströmende Luft mit UV-C-Licht bestrahlt, das Viren und Mikroorganismen abtötet. Um den Lärm zu begrenzen, hat sich die Stadt für drei kleine Geräte pro Klassenzimmer entschieden - insgesamt also 1872 Stück.

Bis Ende des Jahres sollen alle Luftfilter geliefert sein

Laut Bürgermeisterin und Bildungsreferentin Martina Wild (Grüne) liegen die Lieferungen im Zeitplan. Aufgrund der angespannten Marktlage bei mobilen Raumluftreinigern hätten nicht sofort alle Schulen ausgestattet werden können. Gemäß dem Vertrag mit dem Lieferanten müssten jedoch alle bis Ende des Jahres versorgt sein. "Wir haben bisher keine Hinweise, dass es zu Verzögerungen kommen wird", so Wild. Sie berichtet von positiven Rückmeldungen der bereits belieferten Schulen.

Eine davon ist die Birkenau-Grundschule in Lechhausen. "Wir hatten anfangs Bedenken", sagt Rektorin Bettina Barwig. Doch die seien verschwunden, weil die Geräte gut liefen, komfortabel seien und sich auch die Geräuschkulisse in Grenzen halte. "Wir fühlen uns damit sicherer als zu Beginn der Pandemie." Die Luftfilter sind für die Leiterin der 19 Klassen starken Grundschule ein wichtiger Mosaikstein des Hygienekonzepts zur Bekämpfung der Corona-Pandemie neben Masken und dem regelmäßigen Lüften. In den Klassenzimmern gebe es auch sogenannte CO2-Ampeln, die anzeigten, wann das Fensteröffnen wieder ratsam ist.

Schulwerk hat alle Jahrgangsstufen mit Luftfiltern ausstaffiert

Ein Muss ist frische Luft von draußen auch in den Bildungseinrichtungen des Schulwerks der Diözese als Träger von 45 Schulen, davon elf in Augsburg. Zudem hat es an allen Standorten die Klassenzimmer aller Jahrgangsstufen mit Luftfiltern ausstaffiert. Die Geräte, die die Luft fortlaufend von Aerosolen und Viren reinigen, wurden in einem europaweiten Vergabeverfahren angeschafft. Nach Augsburg wurden gut 300 Stück geliefert. Die meisten davon waren bereits zum Schuljahresbeginn da, der Rest traf ein paar Wochen später ein. "Wir setzen die Geräte genau so ein, wie es der Freistaat vorgibt, etwa, was den Luftdurchsatz anbelangt", sagt Schulwerk-Direktor Peter Kosak. Je nach Größe des Klassenzimmers seien ein oder zwei Filter im Einsatz. "Die Rückmeldungen der Schulen sind positiv, auch wenn die Geräte nicht ganz leise sind."

Stadt rechnet mit 1,31 Millionen Euro Gesamtkosten

Dass die Stadt die Anschaffung der mobilen Luftfilter auf die Jahrgangsstufen eins bis sechs beschränkt, begründet sie damit, dass sich Schülerinnen und Schüler ab zwölf Jahren beziehungsweise ab der siebten Klasse impfen lassen können. Sie kalkuliert mit Gesamtkosten von rund 1,31 Millionen Euro, von denen der Freistaat die Hälfte übernimmt. Das Schulwerk muss laut Kosak ebenfalls die Hälfte der Beschaffungskosten von insgesamt 1,1 Millionen Euro (für alle seine Bildungsstätten) selbst schultern. Die Investition habe im Übrigen in einigen Fällen Schulklassen davor bewahrt, sich komplett in Quarantäne begeben zu müssen. Denn das Vorhandensein von Luftfiltern sei für einige Gesundheitsämter bei der Bewertung der Situation ein wichtiges Kriterium, hat Kosak herausgefunden.

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23.11.2021

Bei der Auswahl der mobilen Luftreiniger Geräte, hat die Stadt Augsburg sich leider für ein Gerät entschieden,
dass die Luft mit UV-C Licht bestrahlt und nicht mit HEPA Filtern reinigt!
Die Luft Desinfektion erfolgt durch die Bestrahlung von 4 UV Lichtern pro Gerät (4 x 3 Geräte = 12 UV Lampen pro Klassenzimmer) .
Die Nachhaltigkeit, Energiebilanz bei Verwendung von 3 Geräten pro Klassenzimmer ist eine Katastrophe, abgesehen von der UV Strahlung, Lautstärke, Platzbedarf, Entsorgung, Verpackungsmüll, ....

Nach so langer Diskussion für Pro- und- Kontra Luftreiniger, könnte man eine besseres Ergebnis von der Stadt erwarten.

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