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UNESCO

20.12.2016

Augsburg auf Titel-Jagd: Wird die Stadt bald Welterbe?

Die Wassertürme am Roten Tor

Nächstes Jahr wird der Antrag eingereicht, 2019 wird wohl feststehen, ob Augsburg bei der UNESCO punkten kann. Was das für die Bürger bedeutet.

Augsburgs Welterbe-Bewerbung geht kommendes Jahr in eine entscheidende Phase. Im September wird der Antrag für eine erste Prüfung im Münchner Kultusministerium eingereicht. Im Februar 2018 muss er dann bei der UNESCO vorliegen, die noch im selben Jahr entscheidet. Das heißt: 2019 könnte feststehen, ob Augsburg den Titel erhält oder nicht.

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Wie berichtet, bewirbt sich Augsburg mit seiner historischen Wasserversorgung, die weltweit als ziemlich einzigartig gilt. Weil sich Lechkanäle, Brunnen und Wasserwerke über einen Großteil des Stadtgebiets ziehen, wird das Welterbe-Gebiet entsprechend groß sein. Die Stadt wird bei der UNESCO nachweisen müssen, dass sie die Gebäude, aber auch das Gebiet der Flüsse und Kanäle auch künftig schützen wird.

Auf die Bürger haben all diese Vorgaben aber nur wenig Auswirkungen. Lediglich rund ums Rote Tor wird es wohl größere Veränderungen geben. Eine Idee ist, das Aquädukt in der Nähe der Freilichtbühne, das das Wasser aus dem Stadtwald in die Stadt leitete, künftig für die Öffentlichkeit freizugeben. Bislang ist der Zugang nämlich noch versperrt.

Über kurz oder lang wird auch ein Besucherzentrum entstehen müssen, ein Ort also, an dem anschaulich erklärt wird, was die Augsburger Wasserwirtschaft so erfolgreich macht. Im Gespräch waren hier bislang mehrere bestehende Gebäude, zum Beispiel die historischen Hollstadel im Textilviertel oder die Stadtmetzg in der Altstadt. Möglich wäre aber auch ein Neubau, zum Beispiel in der Nähe des Siebentischwalds. Die Stadt will laut Kulturreferent Thomas Weitzel im Frühjahr 2017 in tiefere Diskussionen einsteigen und dann auch bald entscheiden.

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