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Klimawandel

23.09.2015

Augsburger Forscher erwarten immer mehr Regen und Hochwasser

Künftig wird es wohl mehr Hochwasser und Regen geben.
Bild: Symbolbild, Matthias Hiekel (dpa)

Forscher aus Augsburg und Wien erwarten in Zukunft immer mehr Regen und Hochwasser in Europa. Der Klimawandel könne extreme Folgen haben.

Der Klimawandel in Mitteleuropa schreitet voran. Noch extremere Niederschläge und Hochwasser als bisher erwarten Wissenschaftler aus Augsburg und Wien. Sie haben im gemeinsamen Forschungsprojekt Wetrax die Veränderungen des Klimas für Süddeutschland, Österreich sowie Teile der Schweiz und Tschechiens untersucht. Daraus leiten sie Prognosen bis zum Jahr 2100 ab.

Extremere Niederschläge und Hochwasser sind zu erwarten

Im Mittelpunkt standen die Veränderungen der großräumigen Starkniederschläge. Denn gerade sie können extremes Hochwasser in Flüssen auslösen, etwa 2002 und 2013 an der Elbe und an der Donau. Klimaforscher der Universität Augsburg und der Wiener Zentralanstalt für Meteorologie und Geo-dynamik haben deshalb die großräumigen Wetterlagen und die Zugbahnen von Tiefdruckgebieten seit 1951 unter die Lupe genommen.

„Wir konnten zeigen, dass viele großräumige Starkniederschläge in Mitteleuropa mit nur einigen wenigen Zugbahnen und Zirkulationstypen erklärt werden können“, sagt Professor Jucundus Jacobeit vom Lehrstuhl für Physische Geographie in Augsburg.

Augsburger Forscher erwarten immer mehr Regen und Hochwasser

Niederschlägshäufigkeit nimmt bis 2100 um 15 Prozent zu

Was sagt die neue Studie für die kommenden Jahrzehnte voraus? Danach wird die Intensität und auch die Häufigkeit von starken Gebietsniederschlägen bis zum Jahr 2100 im Herbst und Winter um 5 bis 15 Prozent zunehmen. In den Sommern sei ein Rückgang von zehn bis 30 Prozent zu erwarten, so Michael Hofstätter von der Wiener Zentralanstalt.

Die Zunahme der Niederschlagsmengen in den Herbst- und Wintermonaten führt der Meteorologe vor allem auf die Zunahme der Feuchtigkeit der wärmeren Luftmassen zurück. Nach Einschätzung der Klimaforscher sind extreme Wetterlagen „sehr speziell und selten“. Mit den schwer kalkulierbaren Folgen des Klimawandels im Hinterkopf hält Hofstätter künftig aber noch extremere Ereignisse für möglich.

Hintergrund sei die Zunahme der Lufttemperatur und der Luftfeuchtigkeit in der Klimazukunft. Besonders problematisch könne die Lage werden, wenn ein „feuchtigkeitsangereichertes Tiefdruckgebiet“ von Oberitalien um den Alpen-Ostrand in Richtung Baltikum zieht. Das deutsch-österreichische Kooperationsprojekt Wetrax lief drei Jahre. Es wurde von verschiedenen Behörden in beiden Ländern finanziert. "Kommentar S. 44

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