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Augsburg

09.05.2015

Außenbewirtung: Stadträte streiten um Stühle

Noch können vor dem Pantheon und Café Max die Gäste direkt an der Hausmauer sitzen. Die Bestuhlung der Außengastronomie ist immer wieder ein Thema. Archivbild
Bild: Anne Wall

Die Außengastronomie entzweit die Stadträte. In einem Fall zeigten sich die Stadträte großzügig und drückten ein Auge zu. Im anderen Fall wurde eine strenge Linie gefahren.

Außenbewirtung in Augsburgs Innenstadt wird immer beliebter, sie kommt an. Doch nicht alles ist erlaubt. Der Bauausschuss musste sich mit zwei Fällen befassen, die zwingend seiner Zustimmung bedurften. In einem Fall zeigten sich die Stadträte großzügig und drückten ein Auge zu. Im anderen Fall wurde eine strenge Linie gefahren.

Derzeit nutzen drei Cafés den öffentlichen Raum auf dem Rathausplatz für Außenbewirtung. Zwei neue Lokale werden bald eröffnen. Auch sie zieht es ins Freie. Haken: Der Bauausschuss musste darüber entscheiden, ob für Außenbestuhlung auch eine Stellplatzabgabe zu zahlen ist. Das ist eine Abgabe für Parkplätze. Wie zu hören war, hätte ein Lokal unter dieser Bedingung gar nicht erst aufgemacht. Einstimmung wurde der Beschluss gefasst, auf öffentlichen Flächen keine Stellplatzabgabe zu erheben. Die Außenbestuhlung kann also kommen.

Stühle direkt an der Hauswand?

Die Eisdiele wollte an der Maximilianstraße zwei zusätzliche Tische mit Stühlen aufstellen – das Ganze direkt an der Hauswand. Es war als Sitzgelegenheit für Gäste gedacht, die mit Kindern ihr Eis direkt im Straßenverkauf holen. Die Verwaltung blockte dies ab, da Vorgaben der Platzgestaltung nicht eingehalten werden würden. Ein Grund: Behinderte müssten sich an den Hauswänden der Maxstraße orientieren. Vor allem Rolf Rieblinger (CSM) machte sich stark, die zusätzliche Bestuhlung zu genehmigen. „Am Herkulesbrunnen gibt es doch auch zwei Cafés, denen dies an der Hauswand erlaubt ist.“ Baureferent Gerd Merkle ( CSU) sprach jedoch von einer Ausnahmeregelung: „Wenn die Heilig-Grab-Gasse saniert ist, geht die Außenbewirtung vom Café Max und vom Pantheon auf die dann breiteren Gehwege.“

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Zurück zum Goldenen Erker: In der Debatte gab es ein Hin und Her. Die CSU schlug sich auf die Seite von Rieblinger. SPD und Grüne, Partner im Regierungsbündnis, gingen auf Distanz zur CSU. Sie wollten keine Aufweichung der einmal beschlossenen Regelung für die Maximilianstraße.

Die Abstimmung endete schließlich 6:6. Dies bedeutete bei Stimmengleichheit, dass der Antrag abgelehnt wird – keine zusätzlichen Stühle. Pikant an der Entscheidung: CSU-Stadtrat Leo Dietz, ein Gastronom, lag nicht auf Kurs seiner Fraktion.

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