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Diesel-Skandal: Rechtliche Gewissheit gibt es nicht

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Kommentar Von Jan Kandzora
09.09.2019

Hunderte Auto-Käufer haben sich in Augsburg entschieden, wegen des Diesel-Skandals vor Gericht zu ziehen und den Konzern zu verklagen. Ein verständlicher Schritt, schließlich mussten diese Kunden aufgrund der eingebauten Manipulations-Software einen gewissen Wertverlust des erworbenen Autos hinnehmen, von dem sie zum Zeitpunkt des Kaufes nichts ahnen konnten.

Und da es in Deutschland keine pauschalen Entschädigungszahlungen seitens des Konzerns gibt, sehen viele VW-Käufer zu rechtlichen Schritten auch gar keine Alternative.

Rechtliche Gewissheit, dass man als VW-Käufer vor Gericht auch gewinnt, gibt es allerdings nicht – auch wenn Kunden sicher nicht chancenlos sind. Es hängt allerdings nicht nur vom Einzelfall ab, sondern auch davon, vor welchen Gericht die Klage verhandelt wird. Augsburg etwa hat teils sehr verbraucherfreundliche Urteile gefällt, andere Landgerichte sind dafür bekannt, tendenziell eher für den Konzern zu entscheiden.

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Ob die Musterfeststellungsklage gegen VW, an der sich mehr als 400000 Menschen beteiligen, große Erfolgsaussichten hat, ist ebenfalls schwer abzuschätzen: Absehbar ist allerdings, dass es Jahre dauern kann, ehe ein rechtskräftiges Urteil steht – und auch dann müssten die Käufer anschließend noch einmal selbst den individuellen Schadensersatzanspruch einklagen.

Da braucht es in jedem Fall einen langen Atem. Unabhängig davon werden die einzelnen Gerichte wohl noch eine Weile mit der Klagewelle wegen des Diesel-Skandals leben müssen.

Lesen Sie dazu auch den Artikel: Diesel-Skandal: Klagewelle in Augsburg hält an – trotz möglicher Verjährung

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