Newsticker

Gesundheitsminister Spahn rechnet mit ersten Corona-Impfungen noch in diesem Jahr
  1. Startseite
  2. Lokales (Augsburg)
  3. Eltern protestieren mit Kuscheltieren in Augsburg gegen die Maskenpflicht

Corona

26.10.2020

Eltern protestieren mit Kuscheltieren in Augsburg gegen die Maskenpflicht

Mit Kuscheltieren, Kerzen und Plakaten vor dem Rathaus wollte eine Initiative auf die Situation der Kinder in Corona-Zeiten aufmerksam machen.
Bild: Klaus Rainer Krieger

Plus Während die Aktion vor dem Augsburger Rathaus friedlich verlief, stürmten am Montag Demonstranten das Landratsamt. Was der Hausherr Martin Sailer zu dem Vorfall sagt.

An die 20 Corona-Demonstranten sind am Montagvormittag ins Landratsamt Augsburg eingedrungen. Zeitgleich tagte dort der Kreisausschuss mit den führenden Politikern des Kreistages. Bewaffnete Polizeibeamte schirmten den Eingang zum Großen Sitzungssaal ab, während die Demonstranten immer wieder "Schämt euch…“ riefen und durchs Treppenhaus liefen. Ihr Protest richtete sich offenbar gegen die Maskenpflicht an Schulen.

Demonstranten haben nun Hausverbot im Augsburger Landratsamt

Zuvor hatten sie lautstark auf dem nahe gelegenen Prinzregentenplatz demonstriert. Polizeibeamte geleiteten die Protestler wieder aus dem Gebäude, das Landratsamt sprach ein Hausverbot aus. Einen derartigen Vorfall habe er in seiner Amtszeit noch nicht erlebt, sagte Landrat Martin Sailer in einer ersten Reaktion. Er ist seit Mai 2008 im Amt.

Die Polizei war auch am Sonntagabend vor Ort, als vor dem Augsburger Rathaus Kuscheltiere, Spielsachen und Bilder niedergelegt sowie Kerzen angezündet wurden. Die Aktion ging von der Initiative "Eltern stehen auf“ aus, die sich unter anderem gegen eine Maskenpflicht und das Abstandsgebot für Kinder in Schulen und Kitas ausspricht. Man habe damit auf die schwierige Situation von Kindern in Corona-Zeiten aufmerksam machen wollen, sagt eine Mitinitiatorin, die ihren Namen nicht veröffentlicht haben will. Insbesondere die Maskenpflicht sei nicht zumutbar. "Teilweise müssen die Kinder inklusive der Schulwege die Masken bis zu zehn Stunden am Tag tragen. Das wird den wenigsten Erwachsenen in ihrem Beruf zugemutet.“

Kuscheltier-Demo erregt Aufsehen am Augsburger Rathaus

Nicht nur vor Ort, sondern auch in den sozialen Netzwerken erregte die Aktion Aufmerksamkeit. Auf Facebook nahmen Kommentatoren Anstoß an dem Arrangement. "Sie legen Stofftiere nieder und stellen Kerzen auf – als wären ihre Kinder gestorben. Vielleicht betrauern sie aber auch ihren Realitätsverlust“, so ein Beispiel. "Wir wollten mit den Kerzen die Situation der Kinder sichtbar machen“, heißt es seitens der Veranstalter.

Die Stadt sammelte am Montagmorgen die Spielsachen vor dem Rathaus ein.
Bild: Michael Hörmann

Stadt Augsburg wirft Spielzeug noch nicht weg

Am Montagmorgen sammelte die Stadt sämtliche Gegenstände vor dem Rathaus ein. Diese werden aber vorerst – bis 2. November – nicht entsorgt. Über den Kundenservice könne angefragt werden, ob man eines der Stofftiere im Depot Ost in der Johannes-Haag-Straße wieder abholen kann, teilt der Abfallwirtschafts- und Stadtreinigungsbetrieb mit. Abholer müssten das Spielzeug beschreiben können und die Corona-Regeln einhalten.

Alle Neuigkeiten zum Coronavirus in Augsburg lesen Sie in unserem News-Blog.

Lesen Sie auch:

Themen folgen

Sie haben nicht die Berechtigung zu kommentieren. Bitte beachten Sie, dass Sie als Einzelperson angemeldet sein müssen, um kommentieren zu können. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an moderator@augsburger-allgemeine.de.

Bitte melden Sie sich an, um mit zu diskutieren.

27.10.2020

Wenn man den Kindern ständig einredet, dass Mund-Nasen-Bedeckung etwas gaaaanz Böses ist, dann glauben sie es irgendwann auch.
Wie meistens sind nicht die Kinder das Problem, sondern manche Eltern. Niemals hat es so einen Aufstand gegeben, weil irgendwo Kinder verhungern oder an den schlechten Lebensumständen sterben. Da sollte man mal drüber nachdenken, statt die Stadt mit Kuscheltieren zu vermüllen.

Permalink
27.10.2020

Die Maskenpflicht für Kinder vorallem in Grundschulen ist Horror.
Viele Kinder tragen in der Schule, im Sport und nachmittags Maske im Hort.
Ältere Klassen gehen nach dem Unterricht nach Hause.
Für die jüngeren Kinder (Grundschule), führt das oft bis zu 9 Stunden zu Schwindel, Müdigkeit und Leistungsabfall.
Ich bin Erzieher im Hort

Permalink
27.10.2020

habe die gleichen Beobachtungen in unserer Mittagsbetreuung gemacht.

Mir tun die Kinder so leid.

Permalink
27.10.2020

Komisch, in den Klassen meiner zwei Kinder ist das Thema Maske überhaupt kein Problem, für die Kids ist das selbstverständlich. Die einzigen die Stress erzeugen sind ein paar uneinsichtige Eltern, die Kinder sind entspannt.

Permalink
Das könnte Sie auch interessieren