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Augsburg

11.04.2016

Eröffnung: Was bringt das neue Technologiezentrum?

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3 Bilder
3D-Drucken von Metallen, das schafft die Maschine der Firma Castro. Im neuen Technologiezentrum hat sich das Unternehmen eingemietet.
Bild: Michael Hörmann

Am Sonntag wurde das Technologiezentrum Augsburg eröffnet. Mieter erzählen, welche Erwartungen sie mit dem Projekt verbinden.

740 Kilometer trennen Augsburg vom niedersächsischen Rastede. In der Nähe von Oldenburg hat die Firma Broetje-Automation ihren Sitz. Das norddeutsche Unternehmen, das in der Luft- und Raumfahrt engagiert ist, ist nunmehr auch auf schwäbischen Boden gelandet. Im Technologiezentrum Augsburg hat man Büroräume bezogen. „Hier gibt es für uns ein optimales Entwicklungsfeld“, sagt der Niederlassungsleiter Martin Rohde.

Die Erarbeitung von innovativen Produkten, die gemeinsam mit Wissenschaftlern und Kunden passiert, verschaffe Broetje-Automation einen Wettbewerbsvorteil. „Dieser ist uns ein Engagement in Süddeutschland wert“, sagt Rohde.

Sitz der Firma Castro GmbH ist in der Eberlestraße im Augsburger Stadtteil Pfersee. Auch Geschäftsführer Udo Massari hat sich für das Technologiezentrum entschieden. Hochkomplex sind die Vorgänge, die das Unternehmen seinen Kunden anbietet. Vereinfacht gesprochen, geht es um 3D-Drucken von Metallen. Im Technologiezentrum findet Massari die passenden Partner für die Weiterentwicklung der Maschinen: „Wir arbeiten eng mit dem Anwenderzentrum Material- und Umweltforschung und dem Lehrstuhl für Ingenieurinformatik mit Schwerpunkt Produktionsinformatik der Universität Augsburg zusammen.“

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Ein Heimspiel vor Ort in Augsburg hat auch die Firma Fujitsu Technology Solutions. Nur wenige hundert Meter trennen das Technologiezentrum von dem großen Fertigungswerk des Unternehmens. „Die Herausforderungen der Zukunft lassen sich nur in einem Netzwerk bewältigen“, sagt Rolf Kleinwächter, Leiter des Geschäftsfelds Innovation.

Das Technologiezentrum Augsburg.
Bild: Peter Fastl

„Im Technologiezentrum finden sich unterschiedlichste Akteure zum Austausch und zur Kooperation zusammen. Jeder profitiert davon“, begründet er den Einzug in den Gebäudekomplex an der Hugo-Eckener-Straße im Süden der Stadt Augsburg. Als Vertreter der Industrie suchen Rohde und Kleinwächter mit ihren Firmen die Nähe zu Forschern und Entwicklern. Dies ist im Innovationspark gegeben.

Technologiezentrum Augsburg: Forschung und Industrie kooperieren

Prof. Heinz Voggenreiter ist Direktor des Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR). Das DLR hat im Innovationspark ein Institut, das bereits länger in Betrieb ist. „Die enge Zusammenarbeit von Forschung und Industrie am Standort Augsburg fördert Innovation und Industrialisierung“, sagt Voggenreiter. Dadurch würden Risiko, Kosten und Zeit bis zur Produktreife verringert. Dem Technologiezentrum sei Dank.

Den Schlüssel erhielt Hausherr Wolfgang Hehl vom Kuka-Roboter.
Bild: Michael Hörmann

Am gestrigen Sonntag ist das knapp 28 Millionen Euro teure Projekt offiziell eröffnet worden. Weit über hundert geladene Gäste aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft überzeugten sich vor Ort von den Möglichkeiten, die das Technologiezentrum bietet. In den Reden war nicht nur einmal davon die Rede, dass hier an diesem Standort ein „wichtiger Impuls“ für die Region gesetzt werde. 45 mal 65 Meter ist die Halle groß. Zudem ist sie mit 15 Metern ungewöhnlich hoch.

In dem Gebäudekomplex befinden sich 80 Büroräume, die allerdings längst noch nicht alle belegt sind. Dazu zählen eigene Konferenzräume, welche die Mieter nutzen können. Ein kleiner Dachgarten solle zur Wohlfühlatmosphäre beitragen, sagt Wolfgang Hehl, der Geschäftsführer des Innovationsparks.

Wer sich auf dem insgesamt 70 Hektar großen Areal des Innovationsparks umschaut, erkennt bereits weitere Baufelder. Die nächsten Projekte werden angepackt. In Richtung Straßenbahngleise wird ein Parkhaus errichtet. Zudem wird eine Art Gästehaus entstehen, in dem sich dann Personen einquartieren können, die längere Zeit mit dem Technologiezentrum und den benachbarten Forschungseinrichtungen zusammenarbeiten. 

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