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27.11.2019

FDP: Stadt blockiert neue Wohnungen

Harte Kritik an Stellungnahme fürs Eisenbahnbundesamt

Die Stadt Augsburg dürfe die städtebauliche Entwicklung auf ehemaligen Bahnflächen im Hochfeld nicht länger blockieren, fordert die FDP. Auf der Fläche an der Firnhaberstraße könne gemeinsam mit dem historischen Bahnpark ein neues Stadtviertel mit einer interessanten Mischung aus Wohnungen, Gewerbe und Kultureinrichtungen entstehen, so OB-Kandidat Lars Vollmar.

Aus Sicht der Liberalen droht aktuell, dass die Stadt die Freistellung des Areals von Bahnbetriebszwecken mit ihrer negativen Stellungnahme gegenüber dem Eisenbahnbundesamt verhindert, obwohl dort neue Wohnungen in einer guten innerstädtischen Lage geschaffen werden könnten. Dass der bisherige Eigentümer des Areals südlich des Bahnparks, die Münchner Isaria, das Gelände verkauft habe, wertet die FDP als Warnsignal. „Wieder einmal hat es die Stadt Augsburg nicht geschafft, ein für Investoren attraktives Klima zu schaffen.“

Augsburg werde in Kürze die Marke von 300000 Einwohnern überschreiten und weiter wachsen. „Wir können es uns nicht leisten, uns solche Gelegenheiten, zusätzlichen Wohnraum zu schaffen, entgehen zu lassen“, so die FDP. Auch die städtische Stellungnahme, dass die Flächen weiterhin Potenzial für schienengebundene oder bahnaffine Nutzungen hätten, sei eine „massive Fehleinschätzung“. Vollmar verweist darauf, dass die britische Bahngesellschaft „Go Ahead“ ab 2021 das Regionalbahnnetz im Großraum Augsburg übernehmen wird und angekündigt habe, ein neues Betriebswerk bei Langweid zu bauen. Deshalb sei es höchst unwahrscheinlich, dass auf dem Augsburger Bahngelände eine bahnaffine Nutzung zu erwarten ist. Für die Planung der besseren Verkehrsanbindung des Areals an den öffentlichen Nahverkehr habe die Stadt nun ausreichend Zeit. Enttäuschend sei darüber hinaus der Umgang der Stadt mit dem historischen Bahnpark. (eva)

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