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20.05.2019

Gebühren im Friedhofswesen müssen bezahlbar sein

Urnengräber, wie hier auf dem Neuen Friedhof Haunstetten, sind gefragt. Immer mehr Hinterbliebene entscheiden sich für diese Bestattungsart. Die Kosten dafür sind jedoch in den vergangenen Jahren in Augsburg um mehr als das Doppelte gestiegen.
Bild: Klaus Rainer Krieger

In Augsburg sind die Gebühren im Friedhofswesen besonders hoch. Kann man das den Bürgern noch zumuten?

Die Stadt Augsburg steckt in der Zwickmühle. In früheren Jahren wurden die Bestattungsgebühren aus politischem Kalkül zu niedrig gehalten. Deshalb wurde zu lange zu wenig Geld in die alte Bausubstanz auf den Friedhöfen investiert. Die „Sünden“ der Vergangenheit rächen sich jetzt. Die Stadt musste die Preise zuletzt mehrmals kräftig erhöhen, damit die Friedhöfe kostendeckend arbeiten können. Parallel gibt es einen anderen Trend, der sich negativ auf die städtischen Einnahmen auswirkt: Immer mehr Menschen wählen weniger teure Varianten für die Bestattung ihrer Angehörigen.

Allerdings kämpfen viele Städte in Bayern mit ähnlichen Problemen. Deshalb fragt man sich schon, warum die Gebühren im Augsburger Friedhofswesen im Vergleich so extrem teuer sind. Zwar hat sich Augsburg inzwischen für regelmäßige Zuschüsse an die Friedhöfe entschieden. Trotzdem sind die Kosten für Hinterbliebene hier viel höher als in München – obwohl viele Münchner viel Geld haben und viele Augsburger ein geringes Einkommen. Gerade im sensiblen Bereich des Bestattungswesens müssen die Gebühren für Bürger bezahlbar bleiben. Der Stadtrat sollte einen Weg finden, wie das zu machen ist.

Lesen Sie dazu auch: Bestattungen sind in Augsburg besonders teuer

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