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Gribl-Rückzug: Die CSU fordert jetzt die SPD heraus

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Kommentar Von Michael Hörmann
15.03.2019

Bis Mittwoch schien es, als würde der Kommunalwahlkampf in Augsburg absehbar werden. Nun hat sich alles verändert. Auch die Opposition könnte umdenken müssen.

Bis Mittwochmittag ging nahezu jeder politisch interessierte Mensch in Augsburg davon aus, dass die große Frage im Kommunalwahlkampf die sein wird: Wer fordert den amtierenden Oberbürgermeister Kurt Gribl (CSU) heraus? Doch die CSU machte all diesen Überlegungen einen Strich durch die Rechnung. Nicht Gribl, sondern Bürgermeisterin Eva Weber wird als OB-Kandidatin ins Rennen gehen. Die Überraschung ist geglückt, die CSU hat den Spieß umgedreht. Sie fordert jetzt die politischen Mitbewerber heraus, die Kandidatenfrage in den eigenen Reihen zügig zu klären.

Druck einer wichtigen Personalie lastet nun auf der SPD

Die Grünen lassen sich in ihrem Fahrplan, den Kandidaten am 15. Mai zu nominieren, dadurch nicht beirren. Doch die CSU wird mit ihrem Vorstoß auch gar nicht die Grünen im Auge gehabt haben. Der Druck, eine wichtige Personalie zu klären, lastet jetzt vielmehr auf der SPD. Noch wird aus Reihen der Sozialdemokraten allerdings signalisiert, dass man sich vom vorgesehenen Fahrplan nicht abbringen lässt. Demnach würde der Kandidat vor der Sommerpause nominiert.

Einer, der sich die Kandidatur zutraut, hat sich am Donnerstag zu erkennen gegeben. Die Äußerungen von Ordnungs- und Sportreferent Dirk Wurm sind gar nicht anders zu interpretieren: Wurm möchte OB-Kandidat werden. Er gibt Gas, andere tun es (noch) nicht. Es ist jedoch zu erwarten, dass auch bald der erst im Dezember gekürte Fraktionschef Florian Freund sein Interesse bekundet.

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Eine SPD-Frau als Kandidatin hätte durchaus Charme

Augsburgs SPD muss womöglich das anfangs ausgerufene Konzept korrigieren. Dabei geht es nicht nur um den Termin, sondern auch um das Geschlecht des Bewerbers. Es hätte ja durchaus Charme gehabt, wenn eine SPD-Frau den CSU-Rathauschef Gribl angegriffen hätte. Im Fall der Kandidatur von Eva Weber spricht jetzt aber vieles für einen männlichen SPD-Kandidaten. Es darf ruhig der Typ Sunnyboy sein, gepaart mit kommunalpolitischer Erfahrung. Dirk Wurm und Florian Freund entsprächen beide diesem Anforderungsprofil.

Lesen Sie hier den Artikel: Jetzt geht es um mehr als den OB-Stuhl

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