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Augsburg

09.11.2020

In Augsburger Kitas und Schulen gelten ab heute neue Regeln

Corona bestimmt weiter den Alltag in Schulen und Kitas. Augsburger Schüler von weiterführenden Schulen müssen ab Montag den Mindestabstand einhalten.
Bild: U. Deck, dpa (Symbol)

Plus An weiterführenden Schulen in Augsburg muss nun der Mindestabstand eingehalten werden. Wie sieht es mit einem negativen Corona-Test aus?

Der Inzidenzwert ist in Augsburg nach wie vor sehr hoch. Deshalb beschloss die Stadtregierung in Absprache mit dem Gesundheitsamt, den Ministerialbeauftragten der Schulen sowie dem Leiter des Staatlichen Schulamtes, dass nach den Ferien an allen weiterführenden Schulen der Mindestabstand eingehalten werden muss. Unklar war bisher, ob Kita-Kinder und Schüler bei der Rückkehr in ihre Kindertageseinrichtung oder Schule oder Kita einen negativen Corona-Test vorlegen müssen, wenn sie eine Erkältung zu Hause auskuriert hatten. Dazu nahm die Stadt nun Stellung.

 

Demnach dürfen Kinder mit milden Krankheitssymptomen, wie Schnupfen ohne Fieber und gelegentlichem Husten Schule oder Kita mit Zustimmung der Schulleiter beziehungsweise Kita-Leitung besuchen. Kinder mit Symptomen wie Fieber, Husten, Hals- oder Ohrenschmerzen, starken Bauchschmerzen, Erbrechen oder Durchfall dürfen nicht in Schule oder Kita. Kinder und Jugendliche müssten über einen guten Allgemeinzustand verfügen und mindestens 24 Stunden symptomfrei sein, bevor sie wieder in ihre Einrichtung zurückkehren dürften. Ein negativer Corona Test ist hier nach Angaben der Stadt nicht nötig.

Augsburg: Der Drei-Stufen-Plan wurde abgeschafft

Der im Sommer vom Kultusministerium entwickelte Stufenplan wurde abgeschafft - demnach gebe es nun keine drei Stufen (Ampelsystem) mehr. Nach diesem Drei-Stufen-Plan hatten Kommunen nach Überschreitung des Grenzwertes von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner eine Teilung der Klassen und einen Wechsel von Präsenz- und Distanzunterricht anordnen können. Das Überschreiten des Schwellenwertes führte aber nicht automatisch zur höheren Stufe. "Die endgültige Entscheidung hierüber trifft das zuständige Gesundheitsamt in Abstimmung mit der Schulaufsicht", hieß es in dem Papier des Ministeriums. Das hatte zu vielen Diskussionen in den Kommunen geführt - warum die eine Kommune am Präsenzunterricht festhielt, die andere aber bereits den Wechselunterricht anordnete, war zum Beispiel eine Frage. Nun sind allein die örtlichen Gesundheitsämter in Absprache mit dem staatlichen Schulamt für die Regelungen an den Schulen zuständig.

Schulen: Im Landkreis Augsburg gibt es weiterhin Präsenzunterricht

Das hat zur Folge, dass etwa der Landkreis Augsburg zunächst beim Präsenzunterricht bleibt. „Nach ausführlicher Diskussion sind wir einvernehmlich zu dem Ergebnis gekommen, dass eine Verkleinerung der Klassen verbunden mit Wechselunterricht angesichts des konkreten Infektionsgeschehens im Landkreis noch nicht erforderlich ist“, teilte Landrat Martin Sailer mit. Der Inzidenzwert des Landkreises lag am Freitag bei 238,9 Neuinfektionen bei 100.000 Einwohnern, die Stadt Augsburg meldete einen Wert von 357,4.

Demnach muss an den weiterführenden Schulen in Augsburg ab Montag der Mindestabstand von 1,5 Metern eingehalten werden, was ist den meisten Fällen eine Teilung der Klassen und einen Wechsel von Präsenz- und Distanzunterricht bedeutet. Die Stadt erhofft sich durch den geteilten Unterricht auch ein minimiertes Infektionsrisiko auf dem Schulweg. An Grund-, Mittel- und Förderschulen wird der Präsenzunterricht fortgesetzt. "Insbesondere in der Grundschule stößt eine adäquate Teilnahme am Distanzunterricht in der Praxis oftmals an Grenzen. An den Mittel- und Förderschulen ist zudem ein höherer Anteil bildungsferner Schülerinnen und Schüler vertreten, die einer engmaschigen Unterrichtung, Betreuung und Begleitung idealerweise in Präsenzform bedürfen", sagt Bildungsbürgermeisterin Martina Wild (Grüne).

Kitas in Augsburg bleiben vorerst ohne Einschränkung geöffnet

Die Einrichtungen für Kindertagesbetreuung bleiben vorerst ohne Einschränkung geöffnet. Martina Wild: „Auch diese Entscheidung haben wir mit Blick auf Bildungsgerechtigkeit und den Schutz der Kinder getroffen. Viele Eltern haben zudem ihren Urlaub meist schon aufgebraucht und oft keine alternative Betreuungsmöglichkeit mehr. Ich möchte aber auch an die Eltern appellieren, ihr Kind bei Krankheitssymptomen nicht in die Einrichtung zu bringen – zum Schutz aller", so Wild.

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