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Augsburg

19.09.2018

Innovationspark schafft Platz für dieses Gebäude

Es entsteht der modernste Bürokomplex in Augsburg. Dessen Bau kostet mehr als 30 Millionen Euro. Mitarbeiter erhalten per Handabdruck den Zutritt.

Es ist nicht irgendein ein neues Bürogebäude, das in den nächsten zwei Jahren in Augsburg nahe des Fußballstadions an der B17 errichtet wird. Es ist nach Angaben der Projektentwickler das Bürogebäude der Zukunft in Augsburg. Zu beurteilen wird dies sein, wenn die erhofften 1000 Mitarbeiter im Komplex mit der besonderen architektonischen Note einmal tätig sein werden. Im Sommer 2020 soll es soweit sein. Man wird dann zudem sehen, ob die Technik so funktioniert, wie es sich die Bauherren wünschen. Mitarbeiter brauchen keinen Schlüssel mehr, um ins Gebäude zu gelangen.

Eine Pforte ist ebenfalls nicht nötig. Mitarbeiter werden am Handscanner erkannt. Heißt, der Werktägige streckt seine Hand an einem elektronischen Gerät im Eingangsbereich vor und verschafft sich Zutritt. Nicht anders funktioniert es an den Eingängen zu den Büroräumen. Das ist beileibe nicht alles an modernster Technik im Bürogebäude: Die Tiefgarage kommt ohne Schranken aus. Ein- und Ausfahrt wird über gescannte Kennzeichen geregelt. Als weiteres erfrischendes Element im Gebäude kommt ein, so die Projektentwickler, erstmals in einem deutschen Bürogebäude installiertes Raumduftsystem zum Einsatz. Es werden keine Parfümdüfte verwendet. Einige Millionen Euro kosten allein diese aufgezählten Aspekte.

So heißt das sechsgeschossige Gebäude

Forschungsallee heißt eine Straße im Innovationspark Augsburg. Hier im Umfeld entsteht der neue Gebäudekomplex Weitblick 1.7.
Bild: Michael Hörmann

Das sechsgeschossige Gebäude trägt einen Namen, der der Vision eines zukunftsorientierten Bürokomplexes entsprechen soll: Weitblick 1.7.. Weitblick steht zum einen für die Sicht aus dem sechsten Stock, da man bei Föhn die Berge erkennt. „1.7“ – der Punkt zwischen den Ziffern eins und sieben soll den Zukunftscharakter darstellen. 1.7 steht jedoch auch für die geografische Lage. Der Neubau liegt direkt an der B17. Auf der gegenüberliegenden Seite der B17 ist die WWK Arena. Der Neubau entsteht am äußersten Rand des Innovationsparks. Weitblick 1.7 ist ein Projekt, in das rund 50 Millionen Euro investiert werden. Sie sind nötig wegen Grundstückserwerb, Bau und Baunebenkosten.

Das Gebäude selbst wird deutlich mehr als die Hälfte kosten. Es ist ein Betrag, der die 30-Millionen-Marke übersteigt. Wer hier einzieht, wird als Mieter zur Kasse gebeten. 13,50 Euro pro Quadratmeter sind es für die Büroflächen, die in den drei unteren Etagen liegen. Wer höher hinaus möchte im Gebäude, zahlt mehr. 15 Euro pro Quadratmeter dürften es dann wohl sein. Der Augsburger Immobilienmakler Peter Kragler betreut das Objekt, das als Gemeinschaftsprojekt der Unternehmen Audax Projektentwickler und der Leitwerk AG entsteht.

Speziell Unternehmen aus München entdecken den Standort Augsburg

Kragler sagt, „dass wir uns mit den Mietpreisen sicherlich im obersten Bereich derzeit in Augsburg bewegen.“ Bei älteren Immobilien, die für Büros genutzt werden, liegt der Preis zwischen acht und zehn Euro pro Quadratmeter. 13,50 Euro sind bei sehr guten Lagen, 15 Euro sind momentan das Topniveau in Augsburg. Dies muss aber keineswegs so bleiben. Büroimmobilien sind gefragt. Speziell Unternehmen aus München entdecken den Standort Augsburg, weil viele Mitarbeiter momentan in die Landeshauptstadt pendeln. „Wir sehen die Chance, dass unser Gebäude eine Art Zweigstelle werden kann“, erläutert Peter Weis, Vorstandsvorsitzender von Leitwerk.

Innovationspark Augsburg, es ist das ehrgeizige Projekt, Wirtschaft und Wissenschaft zu verzahnen. Es gelingt, wenn man sich vor Ort mal umschaut. Es ist ein Streifzug ausgehend vom Technologiezentrum... Da staunt ihr Bauklötze

Gepostet von Augsburger Allgemeine - Augsburg am Dienstag, 18. September 2018

Sein Unternehmen, das jetzt in der Werderstraße sitzt, zieht auf den Innovationspark um. Mehr als 50 Prozent der Büroflächen seien derzeit bereits vermietet, heißt es. Namen von Mietern werden noch nicht genannt. Dies mag sich am 18. Oktober ändern. Dann ist der Termin für den Spatenstich. Es wird davon ausgegangen, dass hier künftige Mieter dabei sein werden. Die Architektur des sechsgeschossigen Gebäudes stammt vom Berliner Architekturbüro SEHW Architektur. Es hatte sich in einem Wettbewerb durchgesetzt. Geplant ist ein Baukörper, der mit einer Höhe von bis 25 Metern Höhe aus dem Gelände herausragt. Markant ist der schräg über die Basisbebauung gelegte zweigeschossige Solitär aus Glas- und Beton. Darin entsteht eine 800 Quadratmeter große Kongress- und Tagugnsfläche.

Die anzumietenden Räume sind zwischen 400 und 4000 Quadratmeter groß. Mit einem Dutzend Firmen wird zu rechnen sein. Für die Kinder der Mitarbeiter gibt es auch eine Kindertagesstätte mit fünf Gruppen. „Für Firmen wird dieser Punkt immer wichtiger“, sagt Projektentwickler David Kink. Betreut wird die Tagesstätte von der Münchner Firma „Denk mit“, die bereits in Augsburg (Stephansplatz 6) vertreten ist. Zur Versorgung der Büromitarbeiter gibt es eine Gastronomie. Hier laufen die Verhandlungen mit einem interessierten Caterer. Er wird dann auch künftig die Tagungen im Gebäudekomplex kulinarisch betreuen.

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