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Sport

24.08.2017

Kletterhalle bleibt vorerst geschlossen

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Die Kletterhalle an der Ilsungstraße ist derzeit geschlossen. In der alten Halle wird der Boden erneuert, auch die Wände werden neu gestaltet.
Bild: Ferdinand Triller

Die Anlage an der Ilsungstraße wird zum Landesleistungszentrum ausgebaut. Auch die Breitensportler sollen davon profitieren. Momentan müssen sie aber mit Beeinträchtigungen klarkommen.

Kletterer in Augsburg haben derzeit Zwangspause: Die Halle an der Sportanlage Süd ist bis zum 2. Oktober geschlossen. Grund ist die Erweiterung des Sportareals; es wird zum Landesleistungszentrum für Kletterer ausgebaut, die Sektion Augsburg des Deutschen Alpenvereins (DAV) investiert eine Million Euro, das Gesamtprojekt kostet 5,8 Millionen Euro.

In der bereits bestehenden Halle werden aktuell Boden und Wände erneuert. Auf dem Außengelände ist bereits zu sehen, welche Dimensionen die neue Halle haben wird: Zu den bislang 1450 Quadratmetern Kletterfläche kommen mit dem Ausbau weitere 1750 Quadratmeter hinzu. Der Boulder-Bereich (Bouldern ist Klettern ohne Seil bis in geringe Höhen) entstehen 480 Quadratmeter zusätzlich – im Freien und unter Dach.

Die Halle war zu eng geworden

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Der DAV reagiert mit dem Ausbau auf eine Entwicklung, die sich seit mehreren Jahren abzeichnet: Der Klettersport wird immer beliebter. In der Halle an der Sportanlage Süd wurde es zuletzt vor allem in den Wintermonaten eng – dann also, wenn die Kletterer nicht ins Freie an den Fels ausweichen können. Weil eine reine Ausweitung der Halle für Hobbykletterer nicht bezuschusst worden wäre, entschied sich die DAV-Sektion dazu, die Augsburger Anlage zum Bayerischen Landesleistungszentrum zu erweitern. Der Landesfachverband wird hier künftig zentrale Trainingslehrgänge abhalten. Auch die Nicht-Profis unter den Kletterern sollen aber von der Erweiterung profitieren.

Ulrich Kühnl, Vorsitzender der Sektion Augsburg, ist mit dem bisherigen Verlauf der Bauarbeiten zufrieden: „Wir liegen im Zeitplan. Im April 2018 wollen wir die neue Anlage eröffnen.“ Um diesen Plan zu halten, wird die Halle aber auch zwischen Weihnachten und März noch einmal geschlossen werden müssen. Dann wird der Sanitär- und Umkleidebereich abgerissen und neu aufgebaut. Außerdem wird die bestehende Halle in dieser Zeit mit dem Neubau verbunden.

120 Spitzenkletterer in Bayern

In zwölf Stützpunkten des DAV Bayern gibt es derzeit 120 Spitzenkletterer. Auch die Sektion Augsburg hat Talente in ihren Reihen, eines ist Simon Unger, der zum Boulder-Nationalkader gehört.

Bisher mussten sich die Profis die Hallen mit Breitensportlern teilen. Das Problem dabei: Der Schwierigkeitsgrad der Routen – also der Wege, die Kletterer in der Vertikalen meistern – ist für Profis in solchen Fällen zu leicht, für Breitensportler zu hoch. Mit dem Ausbau der Halle wird dieses Problem gelöst. Neben der DAV-Kletterhalle gibt es in Augsburg auch die Bloc-Hütte in Oberhausen. Sie ist nur für Boulderer gedacht.

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