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Augsburg

19.01.2021

Mitarbeiter des Augsburger Krematoriums machen Überstunden

Im Krematorium auf dem Westfriedhof haben die Mitarbeiter seit etwa einem Monat Überstunden gemacht.
Foto: Kay Nietfeld, dpa (Symbolfoto)

Plus Mitarbeiter des Krematoriums in Augsburg schoben zuletzt Sonderschichten. Doch die Corona-Pandemie ist dafür nicht die wesentliche Ursache.

Im Krematorium auf dem Westfriedhof haben die Mitarbeiter seit etwa einem Monat Überstunden gemacht. Pro Tag sei etwa zehn Stunden lang eingeäschert worden, so Umwelt- und Gesundheitsreferent Reiner Erben (Grüne). Die Corona-Pandemie, die seit ihrem Beginn im März 2020 in Augsburg 248 Todesopfer forderte (der Großteil ab Herbst 2020 in der zweiten Welle), spiele dabei aber nicht die entscheidende Rolle.

Das Krematorium im Augsburger Westfriedhof.
Foto: Silvio Wyszengrad (Archiv)

Sterbefälle in Augsburg nehmen in den Wintermonaten immer zu

"Die Anzahl der Sterbefälle ist in den Wintermonaten saisonal bedingt immer höher als zu den anderen Jahreszeiten. In diesem Jahr sind es ein wenig mehr im Vergleich zu den vergangenen Jahren, aber von einer hohen Übersterblichkeit kann man derzeit noch nicht sprechen", so Erben.

Die Überstundenregelung stehe auch im Zusammenhang mit den Feiertagen über Weihnachten. Nun werde man im Krematorium wohl wieder in den Normalbetrieb gehen. In von Corona besonders heimgesuchten Regionen in Deutschland gerieten die Krematorien zuletzt in Einzelfällen hingegen an ihre Kapazitätsgrenzen.

Die Sterblichkeit in Augsburg liegt in den Monaten Dezember bis März typischerweise über dem Jahresdurchschnitt. Im vergangenen Jahr gab es 3227 Todesfälle, in den Jahren seit 2011 schwankte die Zahl zwischen 2911 und 3218.

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