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Augsburg

05.11.2019

Mutmaßliche Vergewaltigung einer 15-Jährigen: Reicht eine DNA-Spur als Beweis?

In diesem Asylheim in Augsburg wurde ein 15-jähriges Mädchen vergewaltigt. Wie viele Männer die Schülerin missbrauchten, ist aber noch unklar.
Foto: Silvio Wyszengrad

Plus Der Prozess um die mutmaßliche Vergewaltigung einer 15-Jährigen in Augsburg zieht sich. Ein Problem ist: Die Schülerin kann sich an nichts erinnern.

Der zweite Prozess um die mutmaßliche Mehrfachvergewaltigung einer 15-jährigen Schülerin in Augsburg zieht sich in die Länge. Angeklagt ist ein 21-jähriger Afghane. Er soll das Mädchen im vergangenen Sommer sexuell missbraucht haben. Die heute 16-Jährige kann sich daran nicht erinnern, weil sie unter dem Einfluss von Drogen stand. Es wurde aber eine DNA-Spur des 21-Jährigen gefunden, die belegt, dass er mit ihr Sex gehabt haben muss.

Vergewaltigung in Augsburg: Angeklagter bestreitet Vorwürfe

Der Angeklagte bestreitet die Vorwürfe jedoch. Er sagt, er habe in den Tagen vor der angeblichen Tat mit der 15-Jährigen einvernehmlichen Sex gehabt. Sie seien zeitweise ein Paar gewesen, hätten sich dann getrennt – aber ab und zu noch miteinander geschlafen. Die Schülerin sagt, sie glaube das nicht. Allerdings gibt sie an, auch an die Tage und Wochen vor der Tat so gut wie keine Erinnerung mehr zu haben.

Nach inzwischen zwei Verhandlungstagen am Amtsgericht gibt es noch kein Urteil. An diesem Mittwoch sollen nun noch zwei Zeugen aussagen, von denen der Angeklagte sagt, sie seien zur angeblichen Tatzeit mit ihm unterwegs gewesen – und könnten ihm daher ein Alibi geben.

Verdacht auf Vergewaltigung: Am 18. November startet in Augsburg ein weiterer Prozess

Ein 18-jähriger Afghane ist bereits im Juni verurteilt worden, weil er dem Mädchen Drogen gegeben und sie dann in einem Zimmer einer Augsburger Asylunterkunft vergewaltigt hat. Er hatte die Tat gestanden. Noch am selben Tag – am 2. Juli 2018 – soll auch der nun angeklagte 21-Jährige den Drogenrausch der Schülerin ausgenutzt haben. Stimmen die Ermittlungen, dann hat der 21-Jährige sie auch zuvor schon, im Mai 2018, vergewaltigt. Zusammen mit zwei weiteren Asylbewerbern. Dieser Prozess ist auf den 18. November terminiert.

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