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Augsburg

05.01.2021

So wirkt sich die Krise auf Augsburgs Arbeitsmarkt aus

Im Gesundheitswesen wirkt sich die Corona-Krise eher positiv auf die Zahl der Beschäftigten aus. Hier wurden teils neue Stellen geschaffen.
Bild: Alexander Kaya (Symbol)

Manche Wirtschaftszweige profitieren von der Pandemie, doch in vielen Bereichen gehen Stellen verloren. Wie die Kurzarbeit wirkt.

Dass sich die Corona-Pandemie auf den Arbeitsmarkt niederschlagen würde, war von vorneherein klar. Bemerkbar gemacht hatte sich dies im Frühjahr schnell an der Zahl der Firmen, die Kurzarbeit anmeldeten. Nun liegen der Arbeitsagentur auch die ersten Statistiken über sozialversicherungspflichtig Beschäftigte seit dem März-Lockdown vor. Auch hier zeigen sich die negativen Auswirkungen der Krise: Erstmals seit Jahren nahm die Zahl der Beschäftigten in diesem Bereich ab. In der Stadt Augsburg ist Arbeitslosenquote im Dezember zwar leicht gesunken, auf 6,1 Prozent (10.290 Arbeitslose). Der Vergleich zum Jahr vorher macht jedoch deutlich, wie sehr sich Corona in der Region auswirkt: Verglichen mit Dezember 2019 stieg die Quote um 1,4 Prozentpunkte an.

Betroffen davon sind nicht alle Branchen. Im Gesundheitswesen, in den Bereichen Erziehung und Unterricht oder der öffentlichen Verwaltung zum Beispiel wurden während der Krise teils neue Stellen geschaffen. "Diese gleichen die starken Rückgänge in den Branchen Gastgewerbe, Zeitarbeit und im verarbeitenden Gewerbe aber nicht aus", sagt Elsa Koller-Knedlik, Vorsitzende der Geschäftsführung der Arbeitsagentur Augsburg. Dass die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten "relativ moderat" abgenommen habe, liege vor allem an der Kurzarbeit. "Die Betriebe halten ihre Mitarbeiter, anstatt sie zu entlassen", so Koller-Knedlik.

Viele neue Anzeigen für Kurzarbeit

Allein im Dezember wurden im Bereich der Augsburger Arbeitsagentur fast 1500 neue Kurzarbeitsanzeigen eingereicht. Insgesamt hat sich die Zahl damit auf über 15.000 Anzeigen summiert. Neue Arbeitsstellen werden der Agentur derzeit nur noch wenige gemeldet. Im Dezember waren es etwas mehr als 1160 und damit über acht Prozent weniger als im November.

Stärker von Arbeitslosigkeit betroffen als noch im Dezember 2019 waren laut Koller-Knedlik derzeit fast alle Personengruppen, besonders zu kämpfen haben Langzeitarbeitslose und Jugendliche unter 25 Jahren. In den einzelnen Wirtschaftszweigen wirkt sich die Corona-Krise unterschiedlich stark aus: Einen Verlust an Arbeitsplätzen gab es zuletzt im verarbeitenden Gewerbe, im Verkehr und in der Lagerei. Handel, Baugewerbe, öffentliche Verwaltung sowie das Gesundheits- und Sozialwesen verbuchte dagegen ein Plus.

Ähnlich zeigt sich die Entwicklung in den Landkreisen Augsburg und Aichach Friedberg: Im Kreis Augsburg stieg die Zahl der Arbeitslosen auf 4422 (3,1 Prozent), im Kreis Aichach-Friedberg stieg sie auf 2034 Arbeitslose (2,6 Prozent).

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