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Augsburg

27.01.2019

Sperrstunde und Parkgarage: Das will Pro Augsburg vorantreiben

Sie bedankten sich bei Sebastian Priller (2.v.l.) für seinen unterhaltsamen Vortrag. Die Pro Augsburg-Stadträte (v.l.): Thomas Lis, Rudolf Holzapfel, Beate Schabert-Zeidler und Claudia Eberle.
Bild: Peter Fastl

Die Bürgervereinigung Pro Augsburg widmet sich vielen Themen. Sie will unter anderem, dass über eine Sperrstunde diskutiert wird.

Gewerbe- und Grundsteuer senken, die Leerstände im Innenstadt-Handel verringern, den Mittelstand stärken und das römische Museum voranbringen – das sind nur einige Anliegen von der Fraktionsvorsitzenden Claudia Eberle und ihren Kollegen von Pro Augsburg. In einem kurzen Abriss stellten sie diese bei ihrem Neujahrsempfang am Sonntag im Rathaus den rund 120 Gästen vor. Ein Redner hatte viele Lacher auf seiner Seite.

Sie wolle kein Wahlprogramm darlegen, sagte Claudia Eberle. Aber eben ein paar Schwerpunkte von Pro Augsburg präsentieren. Neben der Steuersenkung nannte sie in der Agenda mehr Engagement in der Straßensanierung, das Thema Parkgarage in der Innenstadt, Grüne Welle auf Ausfallstraßen und den Ausbau der Fahrradstadt. Kritik an der Regierungskoalition gab es kaum. Eberle bemängelte jedoch ausdrücklich die vorhandene „Gutachteritis“, mit der Probleme nur verschoben würden. Deutlicher wurde Rolf Ricker, Vereinsvorsitzender von Pro Augsburg, der sich für Verantwortungsethik anstelle von Gesinnungsethik aussprach.

"Innenstadt muss mit Privat-Pkw erreichbar bleiben"

Verantwortungsethik bedeute für ihn etwa bürgernahe Verkehrspolitik. „Die Innenstadt muss mit dem Privat-Pkw erreichbar bleiben.“ Verantwortung heiße für ihn auch, für noch mehr Sicherheit auf Augsburgs Straße und Plätzen zu sorgen. Er kritisierte, dass die Verantwortlichen bei der Stadt so lange brauchen, um auf die negative Entwicklung auf dem Elias-Holl-Platz zu reagieren.

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„Die Bürger verzweifeln schier an der Langsamkeit der Verwaltung“, bemängelte er. Zudem sei eine Diskussion über eine Sperrstunde längst überfällig angesichts der alkoholbedingten Vorfälle in der Stadt und der zunehmenden Aggression gegenüber Einsatzkräften. Für Unterhaltung sorgte als Gastredner Sebastian Priller von der Brauerei Riegele.

Nicht nur sein Geständnis, dass seine Mutter ihn einst davor warnte sich in die Politik einzumischen, erheiterte die Gäste des Empfangs. In seiner langen Aufzählung an Auflagen, die er als Firmenchef erfüllen muss, führte Priller dem Publikum manche Absurdität an Bürokratie vor Augen. Das quittierte den launigen Vortrag mit viel Gelächter. „Bitte kämpfen sie gegen jede weitere Bürokratisierung“, appellierte Priller unter anderem an die Vertreter von Pro Augsburg. (ina)

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