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Prozess in Augsburg

02.03.2021

Tödlicher Streit in Asylheim in Göggingen: Heute gibt es ein Urteil

Vor dem Augsburger Landgericht muss sich ein 30-Jähriger Afghane wegen der Tötung eines 15-Jährigen verantworten.
Foto: Peter Fastl (Archivfoto)

Nabi S. hatte mit einem Messer im Gögginger Flüchtlingsheim ein Blutbad angerichtet. Nun will das Landgericht Augsburg am Dienstagnachmittag das Urteil verkünden.

In einem Augsburger Flüchtlingsheim endete ein Familienstreit tödlich. Die Staatsanwaltschaft hat für den 30 Jahre alten Angeklagten Nabi S. eine lebenslange Haftstrafe wegen Mordes gefordert. Zudem verlangt der Staatsanwalt die Feststellung der besonderen Schwere der Schuld, so dass voraussichtlich nicht bereits nach 15 Jahren die Gefängnisstrafe zur Bewährung ausgesetzt werden könnte.

Prozess in Augsburg: Streit in Asylheim in Göggingen endete tödlich

Der Angeklagte, ein afghanischer Staatsangehöriger, hatte in dem Verfahren ein Teilgeständnis abgelegt und zugegeben, seinem 15 Jahre alten Schwager den Hals durchgeschnitten zu haben. Vier weitere Angehörige seiner Ehefrau hatte der Mann ebenfalls mit dem Messer verletzt. Der 30-Jährige sagte, dass er von dem Jugendlichen angegriffen worden sei.

Der Verteidiger wertete daher die Tötung des 15-Jährigen in seinem Plädoyer als Notwehr. Die weiteren Taten seien jeweils als gefährliche Körperverletzung zu sehen, einen Tötungsvorsatz gebe es nicht. Ein konkretes Strafmaß verlangte der Anwalt des Angeklagten nicht. Der Staatsanwalt geht hingegen davon aus, dass sich der Angeklagte an der Familie seiner Ehefrau mit dem Blutbad rächen wollte. Die Frau hatte sich vor der Tat von dem Mann getrennt. (dpa)

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