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12.11.2019

Unterstützt Augsburg Ar-Ramtha?

Stadt plant eine Projektpartnerschaft mit Jordanien

Die Stadt Augsburg ist wegen seiner historischen Wasserwirtschaft seit diesem Jahr Unesco-Welterbe. Augsburg gewinnt mit dieser Auszeichnung international an Renommee. Länderübergreifende Beziehungen sind seit vielen Jahren fester Bestandteil des gesellschaftlichen Lebens in der Stadt. Mit sieben Kommunen werden Städtepartnerschaften gepflegt. Die längste Beziehung besteht zur schottischen Stadt Inverness. Sie wurde im Jahr 1956 initiiert. Weitere Partnerstädte sind Amagasaki und Nagahama in Japan, Bourges in Frankreich, Dayton in Amerika, Jinan in China und Liberec/Reichenberg in Tschechien.

Nun soll auf allerdings deutlich abgestufter Ebene eine Kooperation mit einer ausländischen Stadt folgen. Augsburg steht für eine Projektpartnerschaft prinzipiell bereit. Gesucht wird eine Kommune aus Nahost oder Nordafrika. Die Länder Jordanien und Tunesien kommen nach internen Vorberatungen infrage. In einer Sitzung des städtischen Organisationsausschusses sollen die Stadträte am Dienstag die Weichen stellen. Die Stadt Ar-Ramtha steht oben auf der Liste.

Es geht in erster Linie darum, die Verwaltung vor Ort zu unterstützen. Dies geschieht unter dem Aspekt von weltweit auftretenden Flüchtlingsströmen. Hilfe vor Ort lautet der Ansatz. Ar-Ramtha liegt direkt an der jordanisch-syrischen Grenze. Der Ort gilt als eine der am stärksten von der Flüchtlingskrise betroffenen Städte Jordaniens.

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Die Idee, Städte in Krisengebieten auf dem Verwaltungsweg zu unterstützen, ist nicht neu. Es gab vor Jahren den Anstoß, mit Kommunen in Syrien zusammenzuarbeiten. Daraus wurde allerdings nicht. Markus Hodapo, Büroleiter des städtischen Europabüros, sagt auf Anfrage: „Von der Initiative einer Entwicklungszusammenarbeit mit einer Kommune in Syrien wurde nach Rücksprache mit den Ministerien wie stadtintern abgesehen. Die Sicherheitssituation war und ist unübersichtlich und komplex, sodass sich der Aufbau einer Entwicklungspartnerschaft mit einer syrischen Stadt vorerst nicht eignet.“

Verworfen wurde die Idee allerdings nicht. Die Verwaltung habe dank finanzieller Unterstützung des Bundes die Planungen weiterbetrieben. Ergebnis sei die Liste mit Städten, die möglicherweise für die Projektpartnerschaft geeignet seien. Die Koordination lief über das Europabüro, das direkt im Augsburger Rathaus sitzt.

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