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Augsburg

07.05.2020

Wie SPD und Linke in Augsburg zueinander gefunden haben

Florian Freund wird „SPD/Die Linke – die soziale Fraktion“ führen. Er war aber offenbar nicht die treibende Kraft hinter dem Zusammenschluss.
Bild: Peter Fastl (Archiv)

Plus Im Augsburger Stadtrat tut sich was: Dass es jetzt „Die soziale Fraktion“ in der Opposition gibt, hat viel mit einem Mann zu tun. Und er ist kein Sozialdemokrat.

Der Name der neuen Fraktion ist durchaus noch etwas gewöhnungsbedürftig. Er lautet: „ SPD/ Die Linke – die soziale Fraktion“. Allerdings ist zumindest gleich klar, wer daran beteiligt ist. Es sind die Stadträte der SPD und die Stadträte der Linkspartei. Zehn Mitglieder hat die Fraktion derzeit, da die für die SPD angetretene Stadträtin Margarete Heinrich wegen der beabsichtigten Fraktionsbildung die SPD verlassen hat.

Die SPD stellt somit noch acht Stadträte. Die Linken vertreten Frederik Hintermayr und Christine Wilholm, zwei Neulinge im Stadtrat. Fraktionsvorsitzender der neuen Fraktion ist SPD-Mann Florian Freund.

Wer ist Linken-Politiker Frederik Hintermayr?

Dass es zum Zusammenschluss der beiden Parteien gekommen ist, hat nach Informationen unserer Redaktion viel mit der Person Frederik Hintermayr zu tun. Der 27-Jährige ist politisch schon länger aktiv, er sitzt im Bezirkstag. Dass die SPD den Schritt in Richtung Linkspartei getan hat, dürfte auch mit dem beruflichen Wechsel Hintermayrs zusammenhängen. Er war längere Zeit persönlicher Referent der Linken-Bundestagsabgeordneten Susanne Ferschl (Wahlkreis Ostallgäu). Zwischenzeitlich hat Hintermayr seinen Arbeitsplatz im DGB-Haus in Augsburg. Er ist neuer Jugendsekretär.

Frederik Hintermayr.
Bild: Silvio Wyszengrad

Um die neue Fraktion bilden zu können, mussten die Parteien einige Abstriche aus ihrem Wahlprogramm machen. Denn die Bildung der Fraktion beruht auch darauf, dass man politisch ein gemeinsames Ziel verfolgt und sich in den Inhalten nicht zentral widerspricht. Themen war hier unter anderem Straßenprostitution und Videoüberwachung. Die Linken konnten sich mit einer Lockerungsforderung nicht durchsetzen, dafür aber beim Nein zur Videoüberwachung.

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