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Leon Machère in Augsburg

25.03.2017

YouTube-Star hat nach Spontan-Besuch Ärger mit der Polizei

Hunderte von Kindern und Jugendlichen versammelten sich vor einem Hotel am Augsburger Königsplatz.
Bild: Peter Fastl

Hunderte Jugendliche sorgten in der Augsburger Innenstadt für Aufregung. Der Grund war ein kurzfristig anberaumter Besuch eines YouTube-Stars - der für ihn bei der Polizei endete.

Leon Machère macht Videos auf Youtube. Viele Menschen mögen das: Mehr als zwei Millionen Leute folgen seinem Kanal in dem Video-Netzwerk, aktuell versucht er sich als Musiker und bewirbt seine Hiphop-Songs. Nun hat der Mann Augsburg in Aufruhr versetzt - mit einem unangekündigten Besuch am Samstag. Weder Behörden noch Fans waren informiert.

Leon Machère kündigte seinen Auftritt kurzfristig in den Sozialen Netzwerken an. Die Folge: Hunderte meist jugendlichen Fans strömten ohne Vorwarnung in die Innenstadt. Der Youtuber sei in einem Hotel in der Nähe des Königsplatzes abgestiegen, so ein Gerücht. An einem Mobilfunkladen im Zentrum werde er seine Fans treffen, machte es weiter unter den Fans die Runde.

Leon Machère, Youtube Star,
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YouTube-Star Leon Machère in Augsburg
Bild: Peter Fastl

Bei der Polizei sah man sich mit einem Katz-und-Maus-Spiel konfrontiert. Machère und seine drei Begleiter seien mit einem weißen Lieferwagen an den Königsplatz gefahren, so ein Polizeisprecher. Dort habe er sich der Menge gezeigt, sei dann aber in die Fußgängerzone gezogen.

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Gefunden wurde der Internet-Star dass in einer Bierbar direkt in der Nähe des Königplatzes - von der Polizei. Die war wie die Jugendlichen Machère auf den Fersen. Als sie Machère antrafen, nahmen ihn die Beamten zusammen mit drei Begleitern aufs Revier.

YouTube-Star Leon Machère sorgt für Aufregung in Augsburger Innenstadt

Deswegen verpasste Machère einen geplanten Auftritt in München, den er eigentlich um 17 Uhr habe absolvieren wollen. Daraufhin soll er Beamten als "Scheißpolizei" bezeichnet haben. Dafür, so ein Polizeisprecher, erhalte er nun eine Anzeige wegen Beleidigung in zwei Fällen. Einmal soll er die Schmähung persönlich gegenüber den Beamten geäußert, einmal in den sozialen Netzwerken als Post abgesetzt haben.

Außerdem müssen sich seine Begleiter verantworten: Einer hatte Polizisten auf dem Revier beleidigt. Ein weiterer soll den Straßenverkehr gefährdet haben, weil er im Zentrum den weißen Lieferwagen der Gruppe äußerst verantwortungslos in direkter Nähe der zahlreichen Jugendlichen bewegt haben soll.

Leon Machère hat so für einen turbulenten Nachmittag in Augsburg gesorgt. Der Besitzer des Hotels habe laut Polizeiaussagen Angst um sein Inventar gehabt, als etliche Jugendliche gegen die Scheiben des Gebäudes pochten, um Einlass zu erhalten und ihrem Star nahe sein zu können. Die Polizei äußert sich verärgert, weil die Veranstaltung nicht angemeldet worden sei und somit ein sicherer Ablauf nicht habe gewährleistet werden können. Außerdem drohen noch Konsequenzen seitens des Ordnungsamtes, das ebenfalls von nichts wusste.

In der Innenstadt hatte der Menschenauflauf für erhebliche Irritationen bei den Passanten gesorgt, wie zahlreiche negative Äußerungen in sozialen Netzwerken belegen. Die Polizei spricht von einer Ansammlung von bis zu 500 Menschen, weitere Augenzeugen sprechen gegenüber unserer Redaktion davon, dass es weit mehr Menschen gewesen sein sollen. Erst am Freitag hatte Leon Machère in Erfurt für Aufruhr gesorgt. Auch dort erschien er ohne Ankündigung.

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