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Tierischer Fund

18.06.2012

Zwei Riesen-Boas in Augsburg gefunden - wieviele sind noch da?

Feuerwehr fängt Boa in Augsburg
4 Bilder
In Augsburg hat die Feuerwehr eine zwei Meter lange Boa eingefangen.
Bild: Feuerwehr Augsburg

Erst hat eine Radfahrerin auf einem Feldweg in Augsburg-Inningen eine Boa constrictor gefunden, dann fängt die Feuerwehr die zweite Boa ein. Wieviele Riesenschlangen sind noch da?

Riesenschlangen haben heute die Augsburger Feuerwehr auf Trab gehalten: Gegen 9.15 Uhr wurde die Südfeuerwache der Berufsfeuerwehr Augsburg nach Inningen in die Hohenstaufenstraße gerufen. Der Grund: Eine Radfahrerin hatte eine Boa constrictor auf einem Feldweg gefunden. Die Feuerwehr fing die Schlange ein. Um 16 Uhr dann der nächste Notruf: Wieder hat ein Passant eine Boa gesehen, wieder an derselben Stelle.

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Hat ein Unbekannter sein ganzes Terrarium entsorgt?

Also war die Feuerwehr am Nachmittag wieder in Inningen unterwegs: Mit Drehleiter und Wärmebildkamera suchten die Feuerwehrler nach der Schlange - die hatte sich versteckt, wurde aber dennoch mit der Wärmebildkamera aufgespürt.

Zwei Riesenschlangen an einem Tag: Die Feuerwehr schließt nicht aus, dass ein Unbekannter sein gesamtes Terrarium entsorgt hat. Deshalb wäre es sogar möglich, dass noch mehr Schlangen durch das Unterholz schlängeln. Panik will die Feuerwehr nicht machen, aber Vorsicht sei dennoch geboten, warnt der Pressesprecher der Feuerwehr Friedhelm Bechtel auf Nachfrage von augsburger-allgemeine.de. "Ich habe ein ungutes Gefühl, dass da noch mehr Schlangen sind."

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Zwei Boas Constrictor wurden wohl in der Nacht ausgesetzt

Die Feuerwehr brachte die erste Schlange bereits in den Augsburger Zoo. Da dort kein Platz ist, wurde sie anschließend in die Reptilien-Auffangstation nach München gefahren. Dort bemerkten die Experten zwar den geschwächten Zustand der Boa, allerdings sind sie sicher, dass die Würgeschlange noch nicht allzu lange in der freien Natur unterwegs war. In dem Gebiet in der Hohenstaufenstraße, in denen die Schlangen gefunden wurden, gebe es keine unmittelbaren Anwohner. "Möglicherweise hat der Unbekannte die Schlangen in der vergangenen Nacht ausgesetzt", mutmaßt Bechtel.

Die Radfahrerin war unweit der Hohenstaufenerstraße, gegenüber der ehemaligen Ziegelei, unterwegs gewesen, als sie die zusammengerollte Schlange auf dem Feldweg liegend entdeckte. Die Boa constrictor ist ungefähr zwei Meter lang, zehn Jahre alt und wurde vermutlich absichtlich . Nun wird die medizinisch auffällige Schlange in der Reptilien-Auffangstation in München behandelt.

Rückverfolgung zum Täter fast unmöglich

Die zweite Boa ist zunächst in den Augsburger Zoo gebracht - doch auch sie muss wohl erst zur Reptilien-Auffangstation in München. Das Problem bei der Suche nach dem Täter: Riesenschlangen sind nicht meldepflichtig, sagt der Pressesprecher der Feuerwehr. Kaufen kann man die Schlangen im Internet, dadurch sei eine Rückverfolgung schier unmöglich.

Die Boas brauchen Wärme zum Überleben, sollten die Nächte wieder kälter werden, würden sie in der freien Natur sterben. Eine Boa kann bis zu 30 Jahre alt, 4,5 Meter lang und 60 Kilogramm schwer werden. Normalerweise ist sie in einem Gebiet beheimatet, das sich von der West- beziehungsweise Ostküste Mexikos über Zentralamerika bis nach Argentinien erstreckt. Sie bewegt sich nicht viel. Eine Königsboa legt innerhalb von zwölf Tagen lediglich 135 Meter zurück.

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