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Augsburg
21.05.2022

AVV erhöht Preise: Nahverkehr dürfte in einem halben Jahr teurer werden

Fahrten mit Bus und Tram dürften bald teurer werden.
Foto: Silvio Wyszengrad

Plus Der AVV rechnet mit Preiserhöhungen von etwa zehn Prozent. Die Politik hält ein 365-Euro-Ticket für nicht finanzierbar, eine endgültige Absage gibt es aber noch nicht.

Nahverkehrskunden in der Region werden sich zum Jahresende womöglich auf eine happige Preiserhöhung gefasst machen müssen: Man gehe nach derzeitigem Stand von knapp zehn Prozent Preissteigerung aus, wenn man die Tarife gemäß dem mit den Verkehrsunternehmen vereinbarten Index (er berücksichtigt unter anderem Treibstoff- und Personalkosten) anpassen würde, so Linda Kisabaka, Geschäftsführerin des Augsburger Verkehrs- und Tarifverbundes. "Für das jetzige Angebot werden in Zukunft mehr finanzielle Mittel nötig werden." Wie man mit der Situation umgehen wird, ist noch nicht klar. Die Grünen im Aichach-Friedberger Kreistag kündigten bereits einen Antrag an, in dem sie die Aussetzung der Erhöhung beantragen werden.

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21.05.2022

Wenn man die Leute zum Umstieg vom Individualverkehr mit dem Auto hin zum ÖPNV bewegen will, dann muss man neben vernünftigen Fahrplanangeboten auch eine Preispolitik an den Tag legen, die den potentiellen Fahrgästen die Entscheidung leicht macht.
Natürlich leiden auch die Betreiber des ÖPNV unter gestiegenen Kosten für Kraftstoffe und Energie, jedoch sollte hier die Politik auf Bundesebene für eine angemessene Entlastung sorgen. Steuerliche Entlastungen sowie staatliche Zuschüsse um die Verluste auszugleichen könnten hier den Kostendruck von den Verkehrsverbünden nehmen.

Nur so überzeugt man dauerhaft die Fahrgäste zu wechseln und vor allem auch zu bleiben.

Mit unattraktiven Fahrplanangeboten, überfüllten Bussen und Bahnen sowie hohen Ticketpreisen ist die Überlegung zu wechseln schnell wieder vom Tisch und man bleibt beim Auto.

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22.05.2022

Jegliche Werbeaktionen während der FFP2 Maskenpflicht im ÖPNV sind m.E. kritisch zu sehen und bergen das Risiko von Geldverschwendung. Wer bei den Menschen ständig die Sorge vor Corona schürt, fördert damit praktisch auch den Individualverkehr. Es erfolgt zeitgleich zum 9-Euro-Ticket ja auch die Senkung der Spritpreise.

Die zentralen Themen für Leistungsträger mit Job, Familie und Ehrenamt sind Zeitmanagement und Gesundheit - der ÖPNV bietet dafür meist keine geeigneten Lösungen.

Dieses Wochenende wird in Augsburg die Bgm.-Ackermann neu asphaltiert - glaubt wirklich jemand noch das Märchen vom Ausbau des ÖPNV, vom Bau der "Mobilitätsdrehscheibe"? Es wird auch die nächsten 20 Jahre keine Linie 5 geben - der 32er über Tempo 30 Holperstrecke und im Stau ist kein relevantes Angebot zu einem Top-Ziel wie der Uni-Klinik.

Wenn man wie bisher weiter macht, können die Stadtwerke nicht nur das Gasnetz sondern auch weite Teile des ÖPNV "zurückbauen". Der neue Öko-Aktivismus zeigt sich ja auch keineswegs so freundlich für den ÖPNV, wie man es eigentlich erwarten könnte. Statt begonnene Projekt fertig zu stellen, träumt man nun von rundum-grün Ampeln und großflächigen Fußgängerzonen.

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21.05.2022

>> Man gehe nach derzeitigem Stand von knapp zehn Prozent Preissteigerung aus, wenn man die Tarife gemäß dem mit den Verkehrsunternehmen vereinbarten Index (er berücksichtigt unter anderem Treibstoff- und Personalkosten) anpassen würde, so Linda Kisabaka, Geschäftsführerin des Augsburger Verkehrs- und Tarifverbundes. "Für das jetzige Angebot werden in Zukunft mehr finanzielle Mittel nötig werden. <<

10% ist mal eine Hausnummer - willkommen in der Welt wo Geld und Altersversorgung mal wieder kaputt gehen?

Alles kein zu großes Problem meinte unser Kanzler im Sommer 2021

https://www.finanznachrichten.de/nachrichten-2021-06/53238901-finanzminister-sieht-inflation-als-kein-allzu-grosses-problem-003.htm
>> Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) bleibt beim Anstieg der Inflationsrate optimistisch. Er wolle allen die Sorge nehmen, "dass wir mit der Inflation ein allzu großes Problem kriegen", sagte Scholz der RTL/n-tv-Redaktion. <<

Auch bei 4% blieb der Wirtschaftspopulismus unbeeindruckt.

https://www.rnd.de/politik/inflation-ueber-4-prozent-spd-chef-walter-borjans-haelt-sorgen-fuer-unbegruendet-YA3W4RSOTJHPFEMA6KFR6UMGQQ.html
>> SPD-Chef Walter-Borjans: Sorgen um Inflation sind unbegründet <<


Die Idee der Grünen wäre übrigens Inflationsbekämpfung nach der Methode Erdogan.

Es helfen nur deutliche Zinserhöhungen, Konsumreduzierungen und Stärkung von Bildung und arbeitenden Menschen. Die aktuelle Jagd nach Baustoffen für KfW25, E-Autos, Energieunabhängigkeit von Russland und sonstiger Rettung der Welt führt schlicht ins Verderben.

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