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  3. Augsburg: Lieferengpässe - Ukraine-Krieg trifft Wirtschaft

Augsburg
10.03.2022

Lieferengpässe: So trifft der Ukraine-Krieg auch Augsburgs Wirtschaft

Auch der Waschanlagenbauer Washtec spürt erste Auswirkungen des Kriegs in der Ukraine.
Foto: Ulrich Wagner (Archivbild)

Rund 40 Augsburger Unternehmen unterhalten Handelsbeziehungen mit Russland oder der Ukraine. Sie spüren bereits erste Folgen der kriegerischen Auseinandersetzung.

Stephan Karrer ist Geschäftsführer des Messebauers Deka in Pfersee. Wegen Corona und allen abgesagten Veranstaltungen war seine Auftragslage zuletzt mau. Jetzt kommt ein weiteres Problem auf ihn zu: Der Krieg in der Ukraine wirkt sich auf sein Geschäft aus: "Unsere Holzlieferanten haben uns ganz deutlich gesagt, dass wir schnell bestellen müssen, weil es sonst womöglich nichts mehr gibt oder nur zu sehr hohen Preisen", erzählt er.

Einer dieser Lieferanten sitzt im Landkreis Aichach-Friedberg und will namentlich nicht genannt werden. Der zuständige Leiter Einkauf bestätigt die Engpässe allerdings: "Etwa 70 bis 80 Prozent des Weltmarktbedarfs an Birkensperrholz kommt aus Russland und Belarus." Wegen der Sanktionen gegen Russland und die Unterdrückung von Finanzflüssen könne unter anderem Ware nicht bezahlt werden. Entsprechend erfolge auch keine Lieferung. Zudem mangle es beispielsweise an Kraftfahrern. "Viele russische Speditionen beschäftigen auch Mitarbeiter aus der Ukraine, die jetzt aber zurück in die Heimat berufen worden sind." Halte der Krieg länger an, könnten bestimmte Hölzer nur noch eingeschränkt oder gar nicht mehr geliefert werden, so der Fachmann. Mit Folgen auch für die eigenen Kunden.

Handelsbeziehungen von Dr. Grandel leiden unter Ukraine-Krieg

Laut Industrie- und Handelskammer für Schwaben (IHK) unterhalten etwa 40 Augsburger Unternehmen Handelsbeziehungen mit Russland, 20 mit der Ukraine - wobei es auch Überschneidungen gibt. "Der Schwerpunkt der Wirtschaftsbeziehungen liegt vor allem im Bereich der Produktion. Es geht demnach vor allem um den Handel von Maschinen, Metallwaren und technischen Produkten", erklärt Jana Lovell, Leiterin des Geschäftsfelds International. Aber auch der Handel mit Kosmetik, Textilien oder Nahrungsmitteln spiele eine Rolle. Für einige der 40 Unternehmen hat der Krieg bereits jetzt Auswirkungen. Das berichtet auch das Kosmetikunternehmen Dr. Grandel, das Vertriebspartner sowohl in der Ukraine als auch in Russland und Belarus hat.

Ralf Koeppe ist Vorstandsvorsitzender der Augsburger Washtec AG.
Foto: Annette Zoepf

Der Hauptanteil der Umsätze stamme aus wirtschaftlichen Beziehungen zu russischen Unternehmen. Bei Dr. Grandel geht man davon aus, dass die Handelsbeziehungen zu den Partnern in diesen Regionen so nicht aufrechterhalten werden können. Grund seien vor allem die vom Westen verhängten Embargos. Wie es rein wirtschaftlich weiter gehen soll, sei aktuell schwer zu beantworten, werde aber diskutiert. Auf der anderen Seite hat das Unternehmen auch die Menschen im Blick, die von der Krise betroffen sind. "Wir bieten unseren Partnern in den Ländern zur Grenze der Ukraine unsere Hilfe an, um sie im Rahmen der Flüchtlingswelle mit Sachspenden, Koordinationen und so weiter zu unterstützen. Zusammenhalt ist alles in Krisenzeiten", so Geschäftsführerin Ariane Grandel. Im März laufe außerdem eine Aktion, bei der pro Bestellung ein Euro an den „Ukrainischen Verein Augsburg“ gespendet wird.

Auch beim Waschanlagenbauer Washtec ist der Ukraine-Krieg angekommen - wenn auch nicht mit voller Wucht. Wie das Unternehmen mitteilt, sind die Ukraine und Russland Märkte, in denen Washtec über Handelspartner exportiert. Der Markt der automatisierten Autowäsche sei dort erst im Entstehen. Aufgrund des Krieges seien derzeit jedoch keine Lieferungen mehr möglich. Mögliche Umsatzeinbußen lägen jedoch bei unter einem Prozent. Allerdings könnte der Krieg an anderer Stelle deutlichere Effekte haben: "Die russische Wirtschaft liefert Rohstoffe für die Stahlproduktion. Wir rechnen hier mit weiteren Preissteigerungen bei Stahlprodukten", so Vorstandsvorsitzender Ralf Koeppe. Die Unternehmenseinheit "Lieferfähigkeit", die bereits in der Pandemie gegründet wurde, stehe zudem in engem Kontakt mit Lieferanten und analysiere mögliche Effekte in der Logistik oder Lieferkette, um darauf bei Bedarf schnell reagieren zu können.

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Die Logistikbranche könnte zu einem wesentlichen Knackpunkt für viele Unternehmen auch in Augsburg und der Region werden. "In der Logistikbranche verschärft sich der Mangel an Berufskraftfahrern, der bereits vor Ausbruch der Ukraine-Russland-Krise bestand. Schätzungen gehen von rund 100.000 ukrainischen Berufskraftfahrern aus, die sich allein in Polen aufhalten und aufgrund der Einberufung ihres Heimatlandes nicht mehr zur Verfügung stehen", beschreibt Expertin Jana Lovell. Das wiederum werde zu Schwierigkeiten in den Lieferketten führen, die zuletzt auch schon wegen Corona stark beansprucht waren.

Video: dpa

Auch die weiter steigenden Energiekosten machen der Wirtschaftskammer Sorgen. "Die Energiekosten sind für viele Unternehmen ohnehin schon eine sehr hohe Belastung und könnten aufgrund Russlands enormer Bedeutung für die Energieversorgung Bayerns nochmals steigen", erklärt Lovell. Hier sei die Politik gefordert, ihren Handlungsspielraum zu nutzen, damit die Energiepreise zumindest nicht weiter steigen.

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