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  3. Augsburg: Sie arbeitet als einzige Frau bei den Höhenrettern der Feuerwehr

Augsburg
18.04.2024

Sie arbeitet als einzige Frau bei den Höhenrettern der Feuerwehr

Marina Maier ist die einzige Frau, die bei der Berufsfeuerwehr Augsburg in der Spezialeinheit der Höhenretter arbeitet. Der 27-Jährigen macht der Blick in den Abgrund nichts aus. Sie ist schwindelfrei.
Foto: Silvio Wyszengrad

Unbedingt wollte Marina Maier zur Berufsfeuerwehr. Auf den Sporttest bereitete sie sich lange vor. Dass sie zur Höhenrettung kam, lag gewissermaßen an Männern.

Spätestens als sich Marina Maier zu dem Verletzten abseilte, war die Nervosität vor lauter Konzentration verflogen. Zusammen mit einem Sanitätskollegen kümmerte sich die junge Frau erst um die Notversorgung des Mannes. Er war in einen tiefen Schacht gefallen. Dann sicherte sie ihn auf einer Trage, damit er emporgehoben werden konnte. Maier erinnert sich noch gut an den Einsatz vor drei Jahren in Pfersee. Die 27-Jährige arbeitet seit knapp sechs Jahren bei der Augsburger Berufsfeuerwehr. Sie gehört zu den wenigen Frauen unter den Einsatzkräften. In der Spezialeinheit der Höhenretter ist Maier sogar die einzige Retterin. Sie erzählt, warum ihr die Arbeit in einem von Männern dominierten Job Spaß macht. Und verrät den simplen Grund, weshalb sie sich ausgerechnet für die Höhenrettung entschied.

In der Hauptfeuerwache an der Berliner Allee schlüpft Marina Maier in einen der knallroten Anzüge, wie ihn die Höhenretter tragen. "Marienkäfer" werden sie deshalb von Kollegen der Berufsfeuerwehr liebevoll-spöttisch genannt. Es steht kein Einsatz an. Die 27-Jährige möchte aber demonstrieren, was alles zu ihrer Ausrüstung gehört. Kurz klemmt sie sich die langen Haare, die sie zum Zopf gebunden hat, im Anzug ein. "Kurze Haare wären praktischer, aber würde halt scheiße aussehen", sagt sie geradeheraus und befreit den Pferdeschwanz.

Marina Maier ist die einzige Höhenretterin bei der Berufsfeuerwehr Augsburg

An ihrem Hüftgurt hängen zwölf massive Karabiner. Jeder einzelne hat seine besondere Funktion. Der Rucksack mit dem dicken, hundert Meter langem Seil, den sie bei Einsätzen mitschleppt, wiegt fast 20 Kilogramm. Allein die körperliche Arbeit ist herausfordernd, so wie alle Einsätze herausfordernd sind – egal ob als Höhenretter oder Brandbekämpfer. Unter den rund 300 Einsatzkräften der Augsburger Berufsfeuerwehr befinden sich aktuell nur drei Frauen. Die Kissingerin ist eine von ihnen. Über zwei Jahre lang hatte sich die ausgebildete Industriemechanikerin auf ihre Bewerbung bei der Berufsfeuerwehr vorbereitet. Sie wusste, es würde hart, den sportlichen Einstellungstest zu bestehen.

Anselm Brieger ist nicht nur Sprecher der Berufsfeuerwehr, sondern leitet auch die Gruppe der Höhenretter. Mit Marina Maier hat er in dieser Einheit, die aus 34 Kräften besteht, nur eine Frau an Bord.
Foto: Silvio Wyszengrad

Laut ihres Kollegen und Feuerwehrsprecher Anselm Brieger wird bei der Prüfung kein Unterschied zwischen Frauen und Männern gemacht. Im Ernstfall schließlich auch nicht. "Viermal die Woche war ich beim Joggen, Schwimmen und im Fitnessstudio – über zwei Jahre hinweg." Es klingt, als sei solch eine disziplinierte Vorbereitung für eine Bewerbung das Normalste der Welt. Für Marina Maier war es das wohl. Sie wollte unbedingt zur Berufsfeuerwehr. "Büroarbeit ist nichts für mich. Ich habe Handwerk gelernt, ich wollte etwas mit den Händen machen. Und ich stellte mir den Beruf abwechslungsreich und spannend vor." Sie lächelt. "So kam es auch."

Taucher abgelehnt: "Ich müsste mich also nackig machen"

Marina Maier rückt zu sämtlichen Einsätzen aus, wie alle anderen auch. Jedoch muss man sich bei der Berufsfeuerwehr, so erklärt Sprecher Anselm Brieger, nach dem Grundlehrgang zusätzlich für ein Spezialgebiet ausbilden lassen. Die junge Frau hatte damals die Wahl zwischen Tauchern und Höhenrettern. Ihre Entscheidung stand schnell fest – aus einem simplen Grund. "Bei den Tauchern ist es als Frau schwer. Denn bei der Anfahrt zu so einem Einsatz muss man sich im Fahrzeug aus- und den Tauchanzug anziehen. Ich müsste mich also nackig machen." Dann lieber Höhenretter. Die Augsburger Einheit mit insgesamt 34 Kräften ist im Übrigen die einzige dieser Art in Schwaben, berichtet Brieger, der die Truppe leitet. 30- bis 40-mal würden sie jährlich angefordert, etwa beim Achterbahn-Unfall vor zwei Jahren im Legoland Günzburg. Auch halfen die Höhenretter schon im Allgäu bei der Bergung eines verletzten Kirchenpflegers in einem Glockenturm. Etliche der Einsätze spielen sich aber in Augsburg ab.

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Als Augenzeugen vergangenes Frühjahr Sonnenanbeter auf einem steilen Dach in der Bürgermeister-Fischer-Straße sahen, wurden die Höhenretter gerufen. Oft müssen die Helfer zu Menschen ausrücken, die sich in psychischen Ausnahmesituationen befinden, wie etwa der Mann, der in der Adventszeit 2022 auf das Rathausdach geklettert war. Marina Maier hat als Höhenretterin bislang nicht allzu viele Einsätze begleitet. Umso wichtiger sind die regelmäßigen Übungen. Da kann es auch mal auf einer Windkraftanlage 120 Meter in die Höhe gehen. "Wenn man arbeitet, fällt einem die Höhe nicht auf", sagt sie. Man konzentriere sich vor allem auf die Sicherung. "Da macht es keinen Unterschied, ob man sich in einer Höhe von zehn oder hundert Metern befindet." Marina Maier wirkt selbstbewusst. Sie sagt, dass müsse sie in ihrem Job und unter so vielen Männern auch sein. "Man darf sich nicht herumschubsen lassen."

Allzu viele Einsätze hat Marina Maier als Höhenretterin bisher nicht hinter sich. Ein Unfall in Pfersee aber gehört dazu. Dort war ein Mann in einen Schacht gestürzt und hatte sich verletzt.
Foto: Berufsfeuerwehr Augsburg (Archivbild)

Ihr älterer Bruder arbeitet übrigens auch bei der Berufsfeuerwehr. "Das war aber nicht ausschlaggebend für meine Berufswahl." Manchmal kabbelten sie sich im Spaß. "Er ist bei den Tauchern und sagt, Höhenretter seien diejenigen, die sich nicht unter Wasser trauen." Aber Marina Maier ist nicht auf den Mund gefallen, schon gar nicht bei ihrem Bruder. Was sie darauf antwortet? "Taucher riechen nach Gummi und Fisch."

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