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  3. Augsburg: Urteil in Schockanrufer-Prozess: 27-Jähriger muss über acht Jahre in Haft

Augsburg
11.06.2024

Urteil in Schockanrufer-Prozess: 27-Jähriger muss über acht Jahre in Haft

Der 27 Jahre alte Angeklagte, hier mit seinem Verteidiger Michael Weiss, wurde am Augsburger Landgericht zu acht Jahren und sechs Monaten Haft verurteilt.
Foto: Ina Marks

Plus Sie wurden um Ersparnisse oder um Schmuck gebracht: Senioren auch aus Augsburg wurden Opfer einer Schockanrufer-Bande. Ein Mitglied wurde nun verurteilt.

In dem Verfahren um ein Mitglied einer Schockanrufer-Bande am Augsburger Landgericht waren ursprünglich zehn Verhandlungstermine angesetzt. Doch nun endete der Prozess gegen den Angeklagten überraschend schnell mit einem Urteil. Der 27 Jahre alte Pole hatte die meisten Vorwürfe vollumfänglich eingeräumt. Der junge Mann arbeitete für eine Schockanrufer-Bande nicht nur als Abholer, sondern auch als sogenannter Logistiker. Neun Monate lang hatte die Augsburger Kripo zusammen mit der Staatsanwaltschaft in diesem Fall ermittelt. Man war dem Tatverdächtigen auf den Fersen, bis im vergangenen Sommer dann die Falle zuschnappte.

Einsatzkräfte nahmen ihn in einer Wohnung in Wien fest. Er soll bei zehn Betrugsfällen mitgemischt haben, bei denen Opfern in Augsburg, München und Ingolstadt Wertsachen und Bargeld abgeknöpft wurden. Gesamtschaden: rund 200.000 Euro. Immer wieder fallen Menschen auf den Betrug am Telefon herein, wie auch der Prozess in Augsburg zeigte.

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