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Augsburg: Verdi-Streik: Augsburger Post-Kunden drohen massive Verspätungen

Augsburg

Verdi-Streik: Augsburger Post-Kunden drohen massive Verspätungen

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    Im Augsburger Brief- und Paketzentrum der Post wird derzeit weniger angepackt als sonst. Grund ist ein Warnstreik, zu dem die Gewerkschaft Verdi aufgerufen hat.
    Im Augsburger Brief- und Paketzentrum der Post wird derzeit weniger angepackt als sonst. Grund ist ein Warnstreik, zu dem die Gewerkschaft Verdi aufgerufen hat. Foto: Silvio Wyszengrad

    Nicht, dass es Augsburger Post-Kundinnen und -Kunden in den vergangenen Monaten leicht gehabt hätten. Im Herbst häuften sich im ganzen Stadtgebiet Meldungen über viel zu spät zugestellte Briefe, über Post in falschen Briefkästen, über Pakete im Nirwana. Auch vor Weihnachten kam es zu – für die Feiertage nicht unüblichen – Verzögerungen. Nun muss sich die Kundschaft erneut auf massive Einschränkungen einstellen. Grund ist der Streik, zu dem die Gewerkschaft Verdi aufgerufen hat. Er wird sich im Raum Augsburg wohl über Wochen auswirken.

    Das Augsburger Paket- und Briefzentrum zählt zu den größten in ganz Deutschland. Rund 2,5 Millionen Einwohner leben im Einzugsbereich, der neben der Stadt Augsburg auch weite Teile Schwabens, das Allgäu und das westliche Oberbayern umfasst. In all diesen Regionen dürfte es ab sofort zu massiven Verspätungen kommen – weil sich etliche Augsburger Beschäftigte, neben Personal im Paket- und Briefzentrum auch Zustellerinnen und Zusteller, dem bundesweiten Streik angeschlossen haben. "Die Beteiligung ist herausragend", sagt Robin Faber, Verdi-Ge­werk­schafts­se­kre­tär für Post­diens­te, Spe­di­tio­nen und Lo­gis­tik. Er spricht von "mindestens 200 Streikenden" in Augsburg. Bayernweit sollen sich rund 2000 Beschäftigte angeschlossen haben.

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    Und das hat Folgen. Wegen des Streiks, erklärt Unternehmenssprecherin Sonja Radojicic auf Anfrage, könne es "je nach Ende der Streikaktivitäten" zu Verzögerungen bei der Abholung und Auslieferung von Brief- und Paketsendungen kommen. Diese führten wiederum dazu, dass Sendungen "erst mit einigen Tagen Verzögerung, das heißt erst in der ersten Hälfte der kommenden Woche ausgeliefert werden können." Dies gelte auch für Sendungen, "die durch unsere Partner im Ausland zugestellt werden." Bundesweit seien rund 2,3 Millionen Paketsendungen – ein Drittel des Tagesdurchschnitts – und rund 13 Millionen Briefsendungen – ein Viertel des Tagesdurchschnitts – betroffen.

    Verdi-Gewerkschaftssekretär Faber geht davon aus, dass in Augsburg in Folge des Streiks "mehrere zehntausend Sendungen liegenbleiben. Was noch rausgegangen ist, ist ein Bruchteil." Die Bevölkerung in Stadt und Umland müsse sich darauf einstellen, "dass Sendungen in den nächsten Wochen deutlich liegen bleiben oder später kommen können." Schon vor Beginn des Streiks sei es – unter anderem wegen Personalmangels – immer wieder zu Verzögerungen gekommen, nun staue sich immer mehr an. In Augsburg werde man mindestens noch am Samstag streiken.

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    Verdi fordert in den Verhandlungen eine 15-prozentige Lohnerhöhung, verweist auf die Inflation und monatelange Überbelastung des Personals. Die Post wiederum hält die Warnstreiks für "unnötig" und erklärt, man habe "eine Reihe von konkreten Vorschlägen gemacht". 

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