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Kommentar: Dem Protest der Klimaaktivisten in Augsburg geht die Luft aus

Kommentar

Dem Protest der Klimaaktivisten in Augsburg geht die Luft aus

Michael Hörmann
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    Fridays for Future demonstrierten am Freitag in der Innenstadt. Es kamen aber weniger Teilnehmer als erwartet.
    Fridays for Future demonstrierten am Freitag in der Innenstadt. Es kamen aber weniger Teilnehmer als erwartet. Foto: Silvio Wyszengrad

    Die Bewegung "Fridays for Future" hat in Augsburg Zeichen gesetzt. Teils gingen mehrere tausend Menschen auf die Straße, um für mehr Klimaschutz zu demonstrieren. Bei einzelnen Kundgebungen war der Rathausplatz proppenvoll mit Menschen aller Altersklassen. Geprägt haben die Proteste aber in erster Linie Schülerinnen und Schüler sowie Studierende.

    Dies war vor der Corona-Pandemie. Wegen der teils massiven Einschränkungen waren größere Veranstaltungen nicht mehr erlaubt. Dies sollte am Freitag wieder anders sein. Fridays for Future hatte zu einer großen Protestaktion aufgerufen. Die Resonanz war bescheiden, auch wenn 950 Teilnehmende gezählt wurden. Die Veranstalter hatten bei geradezu idealen Wetterbedingungen mit deutlich mehr Demonstranten gerechnet.

    Klimaprotest in Augsburg: Eine gewisse Müdigkeit ist erkennbar

    Man muss nach den Eindrücken vom Freitag jedenfalls den Eindruck gewinnen, dass den Fridays-for-Future-Aktionen doch etwas die Luft ausgeht. Das hat das Thema Klimaschutz zwar nicht verdient, doch eine gewisse Müdigkeit ist erkennbar. Man darf daher gespannt sein, wie groß die Resonanz am Sonntag bei der Radl-Demo sein wird. Sind es nur wenige Radler, stellt sich die Frage, ob bei künftigen Veranstaltungen dieser Art die B17 zeitweise gesperrt werden muss. Rechtlich spielt die Teilnehmerzahl keine Rolle, doch die Frage nach der Verhältnismäßigkeit wird in der Bevölkerung aufkommen.

    In der öffentlichen Debatte um Klimaschutz spielt in Augsburg das Klimacamp eine wichtige Rolle. Die überwiegend jungen Klimaschützerinnen und Klimaschützer, die sich im Camp engagieren, zeigen großen Durchhaltewillen. Sie treten selbst als Veranstalter von Protestaktionen und Demonstration auf. Daher gilt auch für sie: Das Ergebnis der Freitagsdemo gibt dem Klimacamp in der aktuellen politischen Debatte keinen Rückenwind.

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