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Kultur in Augsburg
23.09.2021

Julian Warner startet 2023: Das Brechtfestival hat einen neuen Leiter

Julian Warner übernimmt ab 2023 die Leitung des Brechtfestivals.
Foto: Gerald von Foris

Eine Jury hat sich für den erprobten Festivalkurator als Nachfolger des Duos Tom Kühnel/Jürgen Kuttner entschieden. Was sich die Stadt von dem Neuen erwartet.

Das Brechtfestival Augsburg bekommt einen neuen künstlerischen Leiter: Der Kulturanthropologe und Dramaturg Julian Warner wird das Festival ab 2023 für drei Jahre als Kurator gestalten. Er übernimmt damit die Nachfolge von Jürgen Kuttner und Tom Kühnel, die das Festival seit 2020 verantworten. Dies entschied die Jury, ein mit lokalen und nationalen Experten besetztes Gremium, am Montag.

Festival in Augsburg soll Brechts Theateridee weiterentwickeln

Warner überzeugte die Jurorinnen und Juroren nach Angaben einer Pressemitteilung des städtischen Kulturamtes vor allem durch seinen zukunftsorientierten Ansatz im Umgang mit Brechts genreübergreifendem Erbe. „Das Brechtfestival Augsburg soll der Ort werden, an dem Brechts Idee eines dialektischen Theaters weiterentwickelt wird. Keine Musealisierung auf der Guckkastenbühne, sondern brechtsche Experimente in der ganzen Stadt, Neuproduktionen, Gastspiele sowie eine Erweiterung der Brechtnacht um ein internationales Residency-Programm sollen die Säulen des Brechtfestivals ab 2023 bilden. Hybride internationale Symposien sollen die Anbindung des Festivals an den zeitgenössischen Brechtdiskurs verstetigen“, heißt es in dem Konzept. Der Kulturausschuss muss das Juryvotum nun noch bestätigen.

Julian Warner, geboren 1985, arbeitet als Kulturanthropologe in den Bereichen Musik, Performance-Kunst und Wissenschaft. Er studierte an der Ludwig-Maximilians-Universität München Theaterwissenschaft, amerikanische Literaturgeschichte und Ethnologie und promovierte im Fach Kulturanthropologie in Göttingen. Er kuratierte bereits mehrere Festivals mit internationalen Künstlerinnen und Künstlern in Frankfurt am Main, Berlin, München und Stuttgart, unter dem Pseudonym Fehler Kuti veröffentlicht er anti-rassistischen Pop.

Der Kulturreferent der Stadt Augsburg erhofft sich "vielfältige Impulse" von Julian Warner

„Ich freue mich, dass wir mit Julian Warner einen vielseitig vernetzten und experimentierfreudigen Festivalmacher gewinnen, der eine pointierte Sicht auf die Potenziale und Bedürfnisse des Festivals mitbringt.“, erklärte der Augsburger Kulturreferent Jürgen Enninger, der der Findungskommision angehört. „Ich bin sicher, dass es Julian Warner mit dem Brechtbüro gelingen wird, ein Festival für Augsburg zu gestalten, das aus seiner lokalen Verankerung heraus mit vielfältigen Impulsen von außen eine hohe Strahlkraft für die Republik und die internationale Brechtgemeinschaft entfalten wird.“ Besonders begrüßenswert sei der Ansatz einer nachhaltigen Zusammenarbeit mit lokalen Communities, die den brechtschen Gedanken des selbstemanzipierten Lernens ästhetisch und praktisch erforschen, aber auch Verbindungen in transkulturelle Handlungsfelder herstellen,“ , meinte Enninger.

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