Zuerst eine ganz gute Nachricht: Helge Schneider ging nicht vorzeitig von der Bühne. Das war im Juli 2021 noch anders. Damals sorgte der Multiinstrumentalist für einen Eklat, als er sich beim sogenannten Augsburger Strandkorb-Konzert nach wenigen Minuten mit den Worten: "Das geht mir alles auf den Sack. Ich habe keine Lust mehr", verabschiedete. Schneider ärgerte sich über das Corona-Konzept des Veranstalters. Er bemängelte damals den mangelnden Kontakt zum Publikum, das in corona-konformen Abständen vor der Bühne saß. Darüber musste sich der mittlerweile 66-jährige Künstler nun in der Kongresshalle nicht beklagen. Denn die Halle war bis auf den letzten Platz besetzt und die Stimmung war bestens. Viele hatten vor Lachen Tränen in den Augen. Seine Fans bekamen das serviert, was sie von ihm auch erwarten: Herrlicher Blödsinn, viel Wortwitz, eingehüllt in feine Jazz-Musik, die auch gerne mal schräg klingen darf.
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