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  4. Staatstheater Augsburg: Wie Romeo und Julia: Hinrich Horstkotte inszeniert "Lucia di Lammermoor"

Staatstheater Augsburg
01.12.2023

Wie Romeo und Julia: Hinrich Horstkotte inszeniert "Lucia di Lammermoor"

Tod und Intrigen bei "Lucia di Lammermoor" im Staatstheater/Martinipark, Augsburg.
Foto: Jan-Pieter Fuhr

Hinrich Horstkotte setzt Donizettis "Lucia di Lammermoor" am Staatstheater Augsburg in Szene. Dafür ist er nach Schottland gereist, auf den Spuren eines Kriminalfalls.

Hinrich Horstkotte ist mehr als ein Bühnenregisseur. Er ist ein Forscher auf seinem Gebiet. Am Staatstheather Augsburg inszeniert der Berliner gerade "Lucia di Lammermoor" - jene Romeo-und-Julia-Oper von Gaetano Donizetti, die bis in die letzte Note romantisch-italienisch klingt, aber in Schottland spielt. Und wenn Horstkotte von diesem Werk spricht, dann sprudeln die Worte, aus seiner Faszination für den Stoff: Er hat die alten Geschichtsbücher studiert, Thronfolge-Reihen und Rechtsparagrafen, Psyche und Historie der Figuren - und er hat selbst auf der Insel nach Spuren gesucht.

Die Oper geht auf einen Roman von Walter Scott zurück

Der 51-Jährige erklärt seine Philosophie: "Zu allen Zeiten kann man doch erkennen, dass jede Handlung einen Hintergrund hat. Und jeder kann die Trauer eines anderen nachempfinden, auch wenn er nicht seine Sprache spricht." In Donizettis Oper von 1835 trauert die junge Lucia: Sie liebt Edgardo, doch ihr Bruder zwingt sie, einen anderen zu heiraten. Die Oper basiert auf einem Roman des Schotten Walter Scott, der von einer Bluttat erzählt - die sich im 16. Jahrhundert wirklich zugetragen haben soll. Romeo und Julia auf dem schottischen Lande nach einer wahren Begebenheit.

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