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Curt-Frenzel-Stadion

10.10.2018

Der erste Schritt zur zweiten Eishalle ist getan

Die Bahn II liegt an einer exponierten städtebaulichen Stelle direkt an der Stadtmauer, was die Planungen erschwert.
Bild: Ulrich Wagner

Noch ist aber offen, ob die Bahn II wirklich eingehaust wird

Sportreferent Dirk Wurm warb vor der Entscheidung im Augsburger Sportausschuss noch einmal eindringlich für die Einhausung der Bahn II neben dem Curt-Frenzel-Stadion. „Sportpolitisch geht es um einiges. Wenn wir in Augsburg weiter langfristig DEL-Eishockey haben wollen, dann braucht es nicht nur ein funktionsfähiges Curt-Frenzel-Stadion sondern auch ein sachgerechtes Umfeld, vom dem auch der Breitensport profitiert. Die Einhausung der Bahn II ist deshalb eine absolut notwendige Maßnahme.“ So sahen es auch alle Mitglieder des Gremiums, egal welchen politschen Coleurs. Einstimmig wurde beschlossen, die Planungen dafür aufzunehmen und den ersten Schritt Richtung Einhausung zu gehen.

Dafür werden erst einmal rund 400000 Euro investiert. Für rund 230000 Euro werden im kommenden Jahr die beiden alten, abgenutzten Umkleide- und Sanitär-Container entsorgt und durch drei neue ersetzt. „Die Container sind am Ende, die halten nur noch die eine Saison durch“, erklärt Sport- und Bäderamtsleiter Robert Zenner.

Für rund 160000 Euro wird es dann einen städtebaulichen Wettbewerb geben. Der sei aufgrund der exponierten Lage an der Stadtmauer nötig, verdeutlichte Wolfgang Tanzer von der federführenden Wohnbaugruppe/Entwickeln der städtischen Augsburger Gesellschaft für Stadtentwicklung und Immobilienbetreuung (AGS) den Stadträten: „Es ist eine schwierige städtebauliche Situation, denn die Bahn II liegt an einem sehr kritischen Platz an der historischen Stadtmauer. Da brauchen wir auf jeden Fall einen städtebaulichen Wettbewerb.“ Das Preisgeld wird 50000 Euro betragen.

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Grundlage dafür ist die Machbarkeitsstudie des Architekturbüros Schlenker, der schon den Umbau der verkorksten Einhausung des Curt-Frenzel-Stadions betreut hat. Die beinhaltet, dass die Eishalle nicht höher als die Stadtmauer wird, auf dieser Seite Lagerräume und auf der Seite zur Senkelbachstraße ein zweigeschossiger Trakt mit Umkleiden und Büroräume enthalten soll.

Von der Einhausung sollen nicht nur die Panther profitieren, sondern auch die Eiskunstläufer, Hobby-Eishockeyspieler, der Schul- und Unisport. Wurm: „Schon jetzt belegen der Breitensport 90 Prozent der Eiszeit und nur zehn Prozent die Panther.“ Der Sportreferent weiter: „Wir schenken nichts, sondern stellen etwas her, was gegen Miete dem Profi- und Breitensport zur Verfügung gestellt wird.“

Noch ist aber unklar, was die Einhausung kosten wird und ob sie auch realisiert wird. Das wird erst nach Beendigung des Wettbewerbs entschieden. Vergleichbare Projekte in anderen Städten beliefen sich auf rund sechs Millionen Euro. Doch ist das nur eine grobe Leitlinie.

Völlig offen ist auch, wann das Bauprojekt, wenn es denn von allen Gremien auch beschlossen wird, realisiert wird. Denn schon jetzt plant das Sportressort bis 2021 mit Investitionen in Höhe von 13 Millionen Euro. Dazu kommen noch 18 bis 20 Millionen Euro für den Eiskanal, der bis 2022 WM-tauglich gemacht werden muss. Wurm gibt zu: „So schnell wird es nicht gehen, da müssen wir ehrlich sein.“

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