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Eishockey

02.03.2013

Drei Brüder, eine Leidenschaft

Drei Augsburger Brüder mit Eishockeybegeisterung (von links): Timo und Dennis Sturm spielen beim AEV, Nico hat es beim ESV Kaufbeuren zum U-18-Nationalspieler gebracht.
Bild: Annette Zoepf

Dennis, Nico und Timo Sturm aus Neubergheim sind sehr talentiert, einer ist sogar Nationalspieler und will in Übersee Studium und Sport koordinieren

Die Eishockeybilanz der beiden Brüder passt zum Nachnamen. Dennis Sturm (19) ist als AEV-Angreifer Topscorer der Junioren-Bundesliga Süd (36 Tore und 26 Vorlagen in 27 Spielen), sein Bruder Nico (17) hat es in der Nachwuchs-Eliteliga DNL zum erfolgreichsten Stürmer des ESV Kaufbeuren gebracht (elf Tore und 22 Vorlagen in 33 Partien). Nur der 14-jährige Timo Sturm kann nicht mit derartigem Statistikmaterial aufwarten. Er spielt in der Abwehr und zählt zu den Jüngeren bei den AEV-Schülern, die in der Bundesliga einen schweren Stand haben. „Als ich bei den Knaben war, hatten wir nur drei Verteidiger, deshalb habe ich mich umorientiert“, begründet er seine Entscheidung für die Defensive.

Vater Klaus Sturm hat die Eishockeybegeisterung auf seine Söhne übertragen, die bereits im Alter von drei Jahren auf den Schlittschuhen standen. Alle begannen beim AEV, Dennis und Nico wechselten später nach Kaufbeuren. „Ich habe dort die bessere Perspektive gesehen. In Augsburg hätte ich mich wahrscheinlich nicht so weiterentwickelt“, sagt Dennis nach vier Jahren im Allgäu und ist ebenso wie seine Brüder dankbar dafür, wie tatkräftig die Eltern den Sport-Enthusiasmus der Söhne unterstützen.

Endrunde knapp verpasst

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Im vergangenen Sommer kehrte Dennis zurück zum AEV. „Natürlich ist es schade, dass uns für die Endrunde um die deutsche Juniorenmeisterschaft ein Punkt gefehlt hat. Aber man darf nicht unsere Ausgangsposition vergessen.“ Zunächst wussten die Augsburger nicht, ob sie genügend Spieler für ihr Team gewinnen würden, dann war der Klassenerhalt das Ziel. Das hat der AEV deutlich übertroffen.

Dennis durfte sogar bei den Panthern mittrainieren. Eine Erkenntnis danach: Der technisch versierte Angreifer müsste an Körpergewicht zulegen. Der Student der informationsorientierten Betriebswirtschaft könnte noch ein Jahr bei den Junioren spielen. „Aber das kann ich mir nicht vorstellen.“ Der Wechsel in eine Männermannschaft steht zur Debatte. Andere Pläne hat Bruder Nico. Der Schüler des St.-Anna-Gymnasiums macht in diesem Jahr sein Abitur und will über ein College in Nordamerika den Einstieg in das Profi-Eishockey schaffen. Sein Berater Jay Luknowsky aus Krefeld sondiert für ihn die Möglichkeiten in Übersee. U-18-Nationalspieler Nico erlebt den Saison-Endspurt seines DNL-Teams in Kaufbeuren als Zuschauer. „Nach einer Eckgelenksprengung in der linken Schulter muss ich pausieren.“ Der Angreifer kann sich auf die Schule konzentrieren. Ihm schwebt für das Abitur ein Notendurchschnitt mit einer Eins vor dem Komma vor.

Wie alle Sturm-Brüder besucht auch Timo das St.-Anna-Gymnasium. Der Neuntklässler sieht sich als „Hitzkopf Nummer eins“ in der Familie. Auf ihn warten in den abschließenden Bundesligaspielen der Schüler harte Bewährungsproben. Gegner wie der EC Bad Tölz, die Mannheimer Jungadler oder der EV Regensburg gelten in diesen Jahrgängen als besonders treffsicher. Da bleibt nur eines – Ruhe bewahren.

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