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Tennis
05.05.2022

So stellt sich der TC Schwaben Augsburg auf

Michaela Bayerlova hat in der vergangenen Saison überzeugt. Auf ihr ruhen erneut Hoffnungen des TC Schwaben Augsburg.
Foto: Michael Hochgemuth

Die Regionalliga-Frauen starten am 15. Mai in die Saison. Vereins-Chef Anton Huber setzt auf den bewährten Mix aus tschechischen und deutschen Spielerinnen. Neu ist unter anderem die an Nummer zwei gesetzte Spielerin.

Das Projekt Gartenumgestaltung hat Anton Huber schon früh, Ende April, in Angriff nehmen müssen. Er hat eine neue Steinmauer angelegt und eine zu groß gewordene Tuja-Hecke entfernt und durch einen Sichtschutz ersetzt. „Das wollte ich noch alles fertig haben“, sagt Huber. Denn jetzt hat der Chef des TC Schwaben dazu nicht mehr die Zeit: Tennis steht auf seiner Prioritäten-Liste wieder ganz oben. Während die Regionalliga-Männer des TC Schießgraben (2. Juli) und die Zweitliga-Männer des TC Augsburg (17. Juli) erst im Hochsommer in ihre Punkterunden starten, schlagen die Regionalliga-Tennisspielerinnen des TC Schwaben bereits am 15. Mai zum ersten Mal auf. Dann geht es zum TSV Altenfurt, einem Stadtteil von Nürnberg.

Huber, der seit Jahrzehnten den Tennisclub mit ruhiger, aber doch bestimmer Hand führt, setzt wieder einmal auf seine bewährte Mischung aus tschechischen und deutschen Spielerinnen. Als Nummer eins ist wieder Michaela Bayerlova eingeplant, die in der vergangenen Saison mit fünf Siegen in sechs Einzeln überzeugte. Als neue Nummer zwei kommt die 21-jährige Karolina Berankova nach Augsburg. Sie war schon 2020 auf der Spielerliste, doch da kam das Coronavirus dazwischen. „Sie war vor zwei Jahren gemeldet, blieb dann aber in der USA. Jetzt bin ich gespannt, wie sie sich entwickelt hat.“ An Nummer drei wird erneut Tereza Polanska, 24, agieren. „Sie hat in der vergangenen Saison toll gespielt“, sagt Huber.

TC Schwaben will mit dem Frauen-Team vorne mitmischen

An vierter Position hat Huber die 18-jährige Emma Slavikova eingeplant. Da vertraut er auf die Expertise seiner Nummer eins: „ Michaela und sie haben zusammen in Prag trainiert.“ Fest eingeplant sind die drei deutschen Spielerinnen Maria Schneider (Nummer fünf) und die Geschwister Julia und Carolin Jung. Als routinierten Back-Up hat Huber dann die 46-jährige Sylva Hahn (1975) installiert. „Sie hat bisher in Böblingen gespiel, wohnt in Illertissen und ihr Mann spielt in Gersthofen. Sie ist unsere Reserve.“ Eine Investition in die Zukunft ist die 16-jährige Barbora Hermanova. „Unsere langjährige Spielerin Teresa Krausova hat uns sie empfohlen. Die sollten wir im Auge behalten und das tun wir auch.“

Sein Saisonziel gibt Huber wie jedes Jahr aus. „Wir wollen wie immer vorne mitspielen.“ Das tut sein Team auch regelmäßig. Ab und zu wird der TC Schwaben auch mal Meister. Doch aufsteigen, daran denkt Huber wirklich nicht. Die 2. Liga ist für den erfahrenen Funktionär eigentlich nur eine Geldvernichtungsmaschine. Und das braucht er nicht. Er will seinen Mitgliedern und den paar auswärtigen Zuschauern hochwertigen Tennissport über die Sommermonate bieten und dazu ist die drittklassige Regionalliga Süd-Südost für ihn genau das richtige Terrain. Während die 2. Bundesliga Süd der Frauen ab diesem Wochenende mit Doppelspieltagen bis Anfang Juni durchgepeitscht wird, gönnt man der Regionalliga sogar eine dreiwöchige Pause um Pfingsten herum.

Die Mannschaftsmeldelisten der Konkurrenten hat Huber schon studiert. Groß aussagekräftig findet er sie nicht. „Jeder Verein verstärkt sich mit Ausländerinnen. Aber die Frage ist doch dann, wer spielt denn wirklich.“ Er bleibt also gelassen. Und sollte ihn das sportliche Abschneiden seiner Frauen wirklich mal nerven, dann kann er sich ja in seinem neu gestalteten Garten erholen.

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