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Bau
06.09.2017

Gleich mehrere Kirchen sind geschlossen

In der Kirche in Vorderburg im Oberallgäu krachte im Mai während eines Gottesdienstes ein 50 Kilo schweres Stück Putz von der Decke.
Foto: Benjamin Liss

Im Oberallgäu und in Landsberg lösten sich Teile der Decke, woanders war das Wasser schuld

Auch drei Wochen nachdem ein Unwetter Otting unter Wasser gesetzt hat, geht das Aufräumen weiter. In dem 800-Einwohner-Dorf im Kreis Donau-Ries liefen nicht nur 80 Keller voll, auch in der Pfarrkirche St. Richard stand das Wasser 25 Zentimeter hoch. Für Besucher ist das Gotteshaus bis auf Weiteres geschlossen, nun gehen Handwerker ein und aus. Wie Kirchenpfleger Meinhard Mayer erklärt, wurde der rund 25 Jahre alte Holzfußboden inzwischen herausgerissen und entsorgt. Außerdem hat man die 28 Kirchenbänke ausgebaut, sie trocknen derzeit in einer Halle. In der Kirche selbst stehen zwei Trockner einer Spezialfirma. „Sie ziehen das Wasser extra langsam aus dem Gebäude, damit es nicht zu Rissen in den Holzfiguren und im Mauerwerk kommt“, so Mayer. Vier bis sechs Wochen dürfte das noch dauern.

In Vorderburg im Oberallgäu ist die Barockkirche St. Blasius geschlossen – und das schon seit 25. Mai. Ein großes, 50 Kilo schweres Stück Putz war von der Decke gekracht und hatte fünf Kirchenbesucher teils schwer verletzt. Stuckteile lösten sich auch in der Landsberger Stadtpfarrkirche Mariä Himmelfahrt von der Decke. Sie bleibt aus Sicherheitsgründen ebenfalls geschlossen genauso wie die Filialkirche von Mariä Himmelfahrt, wo ein Riss in der Decke entdeckt wurde.

Während die Verletzten von St. Blasius wieder wohlauf sind, wie Pfarrer Florian Rapp sagt, zieht sich die Sanierung hin. Beginnen soll sie im Frühjahr, fertig sein im Dezember – und 710000 Euro kosten. Das Ganze wird so teuer, weil nicht nur die Decke gesichert und erneuert werden muss, sondern auch Sanierungsarbeiten am Dach, am Turm und an den Außenwänden geplant sind. Die waren schon lange vorgesehen. Eine statische Untersuchung am Dachtragwerk wurde bereits 2014 durchgeführt, sagt Karl-Georg Michel, Sprecher des Bischöflichen Ordinariats in Augsburg. Dabei war die Renovierung der Empore als besonders dringend eingestuft – und deshalb auch schnell durchgeführt worden. Die anderen Arbeiten sollten später folgen.

Dass sich in der Zwischenzeit Teile der Decke des fast 300 Jahre alten Gotteshauses lösen könnten, „damit hat niemand rechnen können“, sagt Pfarrer Rapp. Dennoch ermittelt die Staatsanwaltschaft Kempten. „Das Verfahren wird nach wie vor gegen einen unbekannten Täter geführt“, sagt Staatsanwältin Teresa Kern. Pfarrer Rapp hofft, Mitte Oktober wieder Gottesdienste hier feiern zu können. Ab Oktober soll ein Gerüst den kompletten Deckenbereich nach unten absichern. Fachleute werden dann den Deckenputz unter die Lupe nehmen. Die abgestürzten Teile sollen bei der Sanierung des Deckengemäldes wiederverwendet werden. Sie wurden aufbewahrt.

Nicht nur in Vorderburg warten die Gläubigen auf die Sanierung ihrer Kirche. Auch im nahen Untermaiselstein (ebenfalls Pfarreiengemeinschaft Grünten) muss das Fresko erneuert werden. Dort krachten im Herbst 2016 Teile von der Decke, glücklicherweise nachts. Die Bürger vermuten, dass Hubschrauber, die am Abend über den Ort gedonnert waren, den Schaden ausgelöst haben. Die Decke wurde behelfsmäßig gesichert, die umfangreiche Wiederherstellung des Gemäldes muss aber warten. Vorderburg geht vor, heißt es aus dem Bistum. Die Diözese Augsburg will bei der Finanzierung in Vorleistung gehen „wegen der derzeit nur geringen Eigenmittel der Pfarrei“, sagt Sprecher Michel. Die Kirchenstiftung in Vorderburg kann aber wohl mit dem Höchstzuschuss von 75 Prozent rechnen, sagt Michel.

Dagegen will man in Landsberg der Frage nachgehen: Warum haben sich Anfang August Stuckteile von der Decke der Stadtpfarrkirche gelöst? Die geplante Begutachtung der Schadstelle aus der Nähe mit einer Hebebühne hat sich verzögert. In der Filialkirche in Reisch war der Riss in der Decke bereits vor etwa einem Jahr entdeckt worden. Er hätte schon von einem Statiker und Restaurator untersucht werden sollen, es sei bislang jedoch nicht dazu gekommen, heißt es aus dem Pfarramt. (mit kna)

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