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Politiker am Ziel seiner Träume

12.10.2007

Donauwörther Georg Schmid wird neuer Innenminster

Nun hat er es geschafft: Der bisherige Innenstaatssekretär Georg Schmid aus Donauwörth ist am Ziel seiner Träume: Er wird Bayerns neuer Innenminister. Von Jörg Sigmund

Von Jörg Sigmund
München/Augsburg Das Kabinett von Bayerns neuem Ministerpräsidenten Günther Beckstein nimmt Konturen an. Wie unsere Zeitung erfuhr, wird der bisherige Innenstaatssekretär Georg Schmid (Donauwörth) neuer Innenminister. Wissenschaftsminister Thomas Goppel (Eresing, Kreis Landsberg), Justizministerin Beate Merk (Neu-Ulm) und Landwirtschaftsminister Josef Miller (Memmingen) bleiben dem Vernehmen nach im Amt. Eine offizielle Bestätigung für die Personalentscheidungen gab es jedoch noch nicht.

Für die Nachfolge Becksteins als Innenminister war zuletzt auch der CSU-Fraktionsvorsitzende im Landtag, Joachim Herrmann, gehandelt worden. Der 51-jährige Mittelfranke habe sich jedoch nach mehreren Telefonaten mit Beckstein dafür entschieden, an der Spitze der Fraktion zu bleiben. Am Freitag abend hieß es, Herrmann werde von einflussreichen Parteikreisen bedrängt, seinen Entschluss noch einmal zu überdenken.

Als "beschlossene Sache" galt gestern, dass CSU-Chef und Wirtschaftsminister Erwin Huber ins Finanzressort wechselt. Der bisherige Finanzminister Kurt Faltlhauser (67), der am Donnerstag seinen Rückzug erklärt hatte, sagte, er gehe davon aus, dass Huber sein Nachfolger werde.

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Damit scheint klar, dass das einflussreiche Wirtschaftsministerium völlig neu besetzt werden muss. Zumal der langjährige Wirtschaftsstaatssekretär Hans Spitzner (Oberpfalz) Beckstein mitteile, er wäre "überhaupt nicht böse, wenn er nicht mehr ins Kabinett berufen würde. Über eine Ablösung Spitzners war schon länger spekuliert worden. Wer neuer Wirtschaftsminister wird, ist nach wie vor völlig offen. Der schwäbische CSU-Vorsitzende und Europaabgeordnete Markus Ferber (Bobingen), der als möglicher Kandidat für die Position gegolten hatte, ist nach den am Freitag bekannt gewordenen Personalien wohl aus dem Rennen.

Mit weiteren Kabinettsentscheidungen wird an diesem Wochenende gerechnet. Abschließende Gespräche will Beckstein jedoch erst am kommenden Montag führen.

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