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  3. Gesundheit: Minister Gröhe will den Druck auf impfunwillige Eltern erhöhen

Gesundheit
29.04.2017

Minister Gröhe will den Druck auf impfunwillige Eltern erhöhen

Weil die ansteckenden Krankheiten Masern und Mumps immer wieder ausbrechen, will die Politik die Kontrolle verschärfen. Bayerns Hausärzte-Verband geht das nicht weit genug.

Appelle an Eltern, ihre Kinder impfen zu lassen, reichen nicht. Das hat Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) erkannt und will daher die Gesetze verschärfen. Denn die hoch ansteckenden Erkrankungen Masern und Mumps sind bundesweit immer wieder ausgebrochen. Zwar muss schon jetzt vor dem Eintritt in eine Kindertagesstätte eine ärztliche Impfberatung nachgewiesen werden. „Diese Pflicht verschärfen wir jetzt nochmals“, sagt Gröhe. „Im Sommer soll eine gesetzliche Regelung in Kraft treten, wonach Kitas an die Gesundheitsämter melden müssen, wenn Eltern die Impfberatung verweigern.“ Das gebe den Gesundheitsämtern die Chance, gezielt auf diese Eltern zuzugehen.

Gesundheitsämter können Eltern zur Beratung laden

Schon jetzt können Gesundheitsämter nach Angaben des Bundesgesundheitsministeriums impfunwillige Eltern zu einer Beratung laden. Wenn die Kitas die Eltern melden, was sie bisher aber nicht müssen. Dies will Gröhe ändern. Auch ermögliche das Gesetz ein Bußgeld für ganz hartnäckige Beratungsverweigerer. Doch in Bayern werden derzeit keine Daten an das Gesundheitsamt weitergeleitet, sagt eine Sprecherin des Gesundheitsministeriums. Auch werde kein Bußgeld fällig. Dennoch begrüßt Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) die Pläne von Gröhe. Schließlich arbeite ihr Ministerium seit Jahren daran, die Impfquoten zu steigern. Die großen Impflücken sind auch der Grund, warum Gröhe eine Verschärfung der Gesetze will.

Masern und Mumps sind keine harmlosen Kinderkrankheiten

Die Impflücken führten dazu, dass Masern- und Mumpserkrankungen immer wieder auftreten. Und das sind keine harmlosen Kinderkrankheiten, betont Dr. Jakob Berger. Der stellvertretende Landesvorsitzende des Bayerischen Hausärzteverbandes befürwortet nicht nur den Vorstoß von Minister Gröhe, er wünscht sich eine generelle Impfpflicht. Doch die ist derzeit nicht vorgesehen: „Sie kommt nur als Ultima Ratio infrage“, erklärt Huml. Zunächst setze man auf Information und Motivation. Und die ist nach Ansicht von Berger nötig, „denn es ist einfach leichtsinnig, wenn Eltern ihre Kinder nicht impfen lassen“.

Zwar verursachen Mumps und Masern, wenn sie im Kindesalter ausbrechen, in den meisten Fällen keine bleibenden Schäden. „Es gibt aber Ausnahmen und die sind so gravierend, dass jede Mutter und jeder Vater, der diese Kinder gesehen hat, sofort für eine Impfung wäre.“ So könnten Masern zu schweren nachhaltigen Hirnschäden und Lähmungen führen. Mumps wiederum ist für junge Erwachsene sehr gefährlich: „Es kann zu Entzündungen der Bauchspeicheldrüse kommen, zu Entzündungen der Ohren und damit zum Hörverlust. Es können Hirnhaut- und Hodenentzündungen auftreten.“

Doch gerade Mumps ist auch in Bayern auf dem Vormarsch. In diesem Jahr seien bereits 61 Mumps-Erkrankungen registriert worden. „Das sind mehr als doppelt so viele wie im Vergleichszeitraum des Vorjahres.“ Die Zahl der Masernfälle sei dagegen mit insgesamt 33 Fällen im Jahr 2016 erfreulich niedrig.

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