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Corona-Vorgaben an Schulen

21.02.2021

Grundschulleiter schicken "Brandbrief" an Kultusminister

Viele Grundschulen wollen vom 22. Februar an wieder schrittweise ihren Betrieb aufnehmen. Doch es gibt Schwierigkeiten bei der Umsetzung der Corona-Vorgaben.
Bild: Sebastian Gollnow, dpa (Symbolbild)

Am Montag kehren viele Kinder in die Schulen zurück. Der Schulleitungsverband für Grund-, Mittel- und Förderschulen kritisiert nun "unrealistische Vorgaben".

Die Grundschulen öffnen ab Montag wieder für viele Kinder - doch die Schulleitungen verzweifeln oft an "unrealistischen" Corona-Vorgaben des Kultusministeriums. Die immer neuen Hygienepläne in kürzester Zeit und ohne Vorlauf umzusetzen, sei nahezu unmöglich, schrieb der bayerische Schulleitungsverband für Grund-, Mittel- und Förderschulen in einem "Brandbrief" an Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) am Wochenende. 

Planung in Corona-Zeiten: Schulleitungsverband fordert mehr Autonomie

"In Woche 14 des Lockdowns ist die Grenze der Belastbarkeit und vor allem auch der Realisierbarkeit bei den Schulleitungen erreicht", heißt es darin. Schulleitungen seien "einmal mehr an vorderster Front ins Dauerfeuer geschickt worden". "Das verfügbare Löschwasser geht zuneige." 

Ein "Beispiel der Unmöglichkeit der Umsetzung" sei an Grundschulen die Notbetreuung im Wechselunterricht. So schlage Piazolo vor, kurzfristig schulfremdes Personals einzustellen. "Natürlich vergessen Sie hier den Hinweis nicht, dass doch bitte der Masernschutz und vor allem ein polizeiliches Führungszeugnis vor dem Einsatz vorliegen muss", heißt es in dem Brief. Aber: Alleine die Beantragung des Führungszeugnisses dauere mindestens zwei Wochen. 

 

Die Landesvorsitzende Cäcilia Mischko sagte am Sonntag, die Schulen bräuchten generell mehr Autonomie, damit sie schneller und besser planen könnten. 

Ein Sprecher des Kultusministerium erklärte, der Brief werde "zeitnah beantwortet". Piazolo stehe in regelmäßigen Austausch mit Vertretern der Schulleitungen. "Wichtig ist es, den Herausforderungen der Pandemie flexibel und pragmatisch zu begegnen und gemeinsam bestmögliche Lösungen zu finden." (dpa/lby)

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