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Kommentar: Einheitliche Schulsoftware in Bayern: Ein heilsamer Schock?

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Einheitliche Schulsoftware in Bayern: Ein heilsamer Schock?

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    Schockierend: Die einheitlichen Verwaltungssoftware für Schulen in Bayern dauerte knapp ein Vierteljahrhundert.
    Schockierend: Die einheitlichen Verwaltungssoftware für Schulen in Bayern dauerte knapp ein Vierteljahrhundert. Foto: Christoph Soeder, dpa (Symbolbild)

    Es ist kaum zu glauben, aber wahr: Die Bayerische Staatsregierung, die sich seit vielen Jahren als Vorkämpferin der Digitalisierung sieht und den Freistaat gerne als Hightech-Standort von Weltklasse rühmt, braucht nach aktuellem Stand knapp ein Vierteljahrhundert, um an ihren Schulen eine einheitliche Verwaltungssoftware zu installieren.

    Einheitliche Schulsoftware in Bayern dauerte knapp ein Vierteljahrhundert

    Es fällt schwer, auf diese Enthüllung des Bayerischen Obersten Rechnungshofs nicht mit Spott und Häme zu reagieren. Die Vorgänge im Kultusministerium, die in dem Bericht dokumentiert sind, können wohl nur als hanebüchen bezeichnet werden: Projekt nicht klar definiert, zu wenig Zeit, zu wenig Personal, immer wieder Personalwechsel, keine nachvollziehbaren Projektschritte, kein Controlling und vor allem: offenbar vielerorts auch kein erkennbarer Mehrwert für Schüler, Lehrer und Schulverwaltungen.

    Immerhin einen Vorwurf kann das Kultusministerium vermutlich entkräften: Die angeblichen Kostensteigerungen, die den Mitgliedern des Haushaltsausschusses jetzt so einen Schrecken eingejagt haben, gibt es so nicht. Das Projekt war immer schon teurer als angegeben. Zuletzt wurde nur erstmals alles zusammengerechnet.

    Verwaltungssoftware für Schulen in Bayern: Hat der Schock eine Wirkung?

    Doch die Schockwelle, die der ORH mit seiner Äußerung im Haushaltsausschuss des Landtags ausgelöst hat, könnte auch eine heilsame Wirkung haben. Nach Jahren der Unaufmerksamkeit in vergangenen Legislaturperioden wollen die Abgeordneten jetzt endlich wieder genauer hinschauen. Vielleicht gelingt es dadurch sogar, die zähe Angelegenheit wenigstens ein bisschen zu beschleunigen.

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